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New York, USA

Der Anblick ist aus US-Serien und Filmen bekannt: Während sich deutsche Liftfahrer auch mal einander zuwenden und sich an Seitenwände lehnen, stehen US-Amerikaner meist in Reihen. Die Rückwand befindet sich stets hinter ihnen und die Aufzugtür haben sie fest im Blick. Oder ihre Schuhe. Oder die Stockwerksanzeige. Ach ja, telefonieren gehört natürlich auch nicht zum guten Ton. Schließlich sind Aufzüge in New York Orte der Stille, die allerdings eher anstrengend als erholsam ist.

Der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger, der sechs Jahre in Manhattan wohnte, meint, "dass die Menschen an diesem Ort sogar den Atem anhalten, sich gleichzeitig aber die Zehen in ihren Schuhen zu krümmen beginnen, während der ganze Körper regungslos und steif, wie angewurzelt, an einer Stelle stehen bleibt". Denn viele Menschen sind New Yorker zwar gewöhnt - aber zu nah sollten die anderen doch nicht kommen. Daher versuchen sie, die Fahrstuhlfahrt so unpersönlich wie möglich zu gestalten. Urlauber passen sich an, indem sie beim Zusteigen höchstens freundlich nicken und sich dann sogleich in Position stellen: die Augen immer geradeaus zur Tür.

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Bild: AFP

16. April 2014, 16:50 2014-04-16 16:50:32

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