Es gibt andere Länder, andere Sitten. Und es gibt Japan. Hier ist es für Touristen besonders leicht, unangenehm aufzufallen.
Natürlich sind Japaner ausländischen Besuchern gegenüber tolerant. Dennoch sollten sich Reisende auf einige Eigenheiten vorbereiten.
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Mickey-san gratuliert Hironaka-san, der 400-Millionsten-Besucherin von Disneyland in Tokio. (© Foto: AP)
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Anrede
An den Namen von Frauen und Männern wird ein höfliches "san" angehängt: Herr Yamoto wird also mit "Yamoto-san" angesprochen.
An den eigenen Namen aber niemals selbst ein "san" anhängen!
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@El_Tigro
Wie gesagt wird in dem Artikel heißer gekocht als hier (in Japan) tatsächlich gegessen wird.
Ich muss sogar sagen, dass man sich hier in vielfacher Hinsicht viel ungezwungener bewegen kann als in Europa/Amerika. Die Liste stellt eine etwas überspitzte "kniggisierte" Sicht auf Japan dar und ist doch relativ eindimensional gehalten. Sicher ist der Umgang der Menschen miteinander hier anders als in z. B. Deutschland, aber in Deutschland hält sich auch nicht jeder immer und überall an den Knigge. So ist es auch hier. Wer sich ständig verbeugt (und das gilt nicht nur für Ausländer) wirkt doch schnell auffällig komisch. Einzig die Schuhregel scheint sehr ausnahmslos zu gelten, meiner Beobachtung nach. Aber eben auch nur da, wo es ausdrücklich sichtbar ist (sprich: ein Schuhausziehbereich ist vorhanden).
Die Umgangsformen lesen sich wie ständiges beobachten des anderen um in jeder Situation angebracht reagieren zu können.
Man fragt sich ob das menschliche Zusammentreffe unter solchen "Zwängen" auch immer noch eine angenehme Seite hat. Ein bisschen lockerer könnte es dort schon zugehen.
( Nicht erst nachdem man zum 7. Male nachgeschenkt bekommen hat )
@Pogopuschel: Da kann ich Sie beruhigen. Ich wohne selbst in Japan, und so wahr die Benimmregeln zwar auf der einen Seite sind (im extremen Fall von Knigge-Maniacs), so übertrieben sind sie gleichzeitig. Das weitaus meiste sollte man "with a grain of salt" genießen, wie "der Engländer" sagt, und längst nicht jeder Deutsche ist Dichter und/oder Denker.
"Aber wenn ich hier lese, dass Diskrimierung dort selbstverständlich zum guten Ton gehört, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln." Was meinen Sie damit? Das nehme ich so nicht wahr.
Japan ist und bleibt für mich das bequemste und angenehmste Land zum Leben.
Japan eigentlich als ein potientielles Auswanderungsland in meinem Kopf gespeichert, aber wenn die Sachen stimmen sollten, die hier stehen (und davon gehe ich aus, da in den Kommentaren von Leuten, die selber in Japan leben nicht sonderlich viel Kritik kam), dann vergess ich das mal lieber.
Anderes Land, andere Sitten. Ist klar. Aber wenn ich hier lese, dass Diskrimierung dort selbstverständlich zum guten Ton gehört, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Man sollte noch erwähnen dass es in Japan nicht nur in Privatwohnungen sondern
auch in vielen Restaurants und manchmal sogar in Mussen und dergelichen üblich ist
am Eingang die Schuhe auszuziehen. Man sollte also immer drauf achten dass
man picobello Socken hat . Japan ist definitv kein Land für Paul Wolfowitz....
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