Eine Japanerin nimmt eine Visitenkarte entgegen

Japan

In Europa sind Visitenkarten in Zeiten von Smartphones und anderen digitalen Errungenschaften fast schon ein Relikt der Vergangenheit. Für Japaner hingegen haben die kleinen Kärtchen noch immer eine große Bedeutung, sie gelten als ein Teil der Persönlichkeit. Nicht nur Manager, auch Hausfrauen überreichen sie.

Das Austauschen folgt dabei einer festgelegten Prozedur. Als erstes ist die jüngere oder im Rang niedrigere Person an der Reihe. Zum guten Ton gehört es, die Karte mit beiden Händen zu überreichen und sie so zu halten, dass sie vom Gegenüber sogleich gelesen werden kann. Der Empfänger nimmt sie ebenso mit beiden Händen an. Als Dank folgt eine Verbeugung und die Karte wird eingehend und auf keinen Fall zu kurz studiert. Der gleiche Vorgang wiederholt sich nun umgekehrt - vorausgesetzt, Sie haben daran gedacht, sich vor der Reise mit Visitenkarten einzudecken.

Im Idealfall sollte die Karte zweisprachig auf Englisch und Japanisch verfasst und einwandfrei sein. Geknickte Ecken und Schmutz wären mehr als unhöflich. Und noch ein Tipp: Stecken Sie das Kärtchen auf keinen Fall sofort ein, das gilt als grober Fauxpas! Legen Sie die Karte zur Seite oder im Restaurant auf den Tisch. Nur vergessen sollten Sie sie dort nicht.

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Bild: whitetag/iStockphoto

23. April 2014, 10:00 2014-04-23 10:00:10

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