Weltgrößter Kamel- und Viehmarkt in Puskar

Warum heißt Kopfschütteln in Indien nicht "Nein"? Weshalb sollte man in Japan nie die Visitenkarte sofort einstecken? Andere Länder, andere Sitten - die Knigge-Serie.

Indien

Schüttelt ein Europäer den Kopf, ist die Aussage klar: Er meint Nein oder zeigt seine Ablehnung. In Indien sieht das anders aus. Dort gilt das seitliche Wackeln mit dem Kopf als Zustimmung. Der Kopf schwingt langsam hin und her. Gleichzeitig signalisiert Ihr Gesprächspartner damit Interesse: Je länger er den Kopf bewegt während Sie reden, umso größer ist seine Aufmerksamkeit.

Ein "Nein" lässt sich auch mit dem Kopf ausdrücken: Er wird abrupt von links nach rechts und wieder zurück gedreht, wie in Europa. Und damit es nicht zu leicht ist: Auch für ein zweifelndes "Na ja" ist der Kopf zuständig, der dafür nicht so heftig und ruckartig wie beim Verneinen geschüttelt wird, aber doch heftiger als beim Interesse-Wackeln.

Sind Sie jetzt verwirrt? Dann geht es Ihnen wie vielen Reisenden durch Indien. Also, noch einmal zusammenfassend:

  • Seitliches Wackeln: Ja
  • Nicken von rechts nach links: Nein
  • Das Wackeln dazwischen: Na ja

Wem das nicht rei​cht, dem hilft dieses Video weiter, das ein YouTube-Hit ist. Hier nehmen zwei Inder ihre Kopfbewegungen selbst auf die Schippe und schaffen zumindest ein wenig Klarheit.

Einen ausführlichen Indien-Knigge finden Sie hier.

Bild: dpa

23. April 2014, 10:00 2014-04-23 10:00:10  © Süddeutsche.de/kaeb/cag/reek/dpa/tmn

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