Elektronische Fußfessel - aktuelle Themen & Nachrichten - SZ.de

Elektronische Fußfessel

Bundesverfassungsgericht
:Elektronische Fußfesseln verstoßen nicht gegen das Grundgesetz

Wenn die Fußfesseln eingesetzt werden, um Straftäter nach der Haft zu überwachen, greife das zwar in Grundrechte ein - das sei als Schutzmaßnahme aber gerechtfertigt, urteilt Karlsruhe.

Rockerkriminalität
:Eine vorsorgliche Fußfessel

Im Juni attackierten Anhänger der Hells Angels in der Ungererstraße einen 45-Jährigen. Dessen Aufenthaltsorte will die Polizei nun elektronisch erfassen - seine Anwältin ist empört und spricht von Täter-Opfer-Umkehr.

Von Julian Hans

Elektronische Fußfesseln
:Auf fast freiem Fuß

Der Mörder von Dominik Brunner ist aus der Haft entlassen worden, muss aber noch eine Fußfessel tragen. Justiz und Polizei sind überzeugt von den Geräten - auch wenn manche Überwachung schon schief ging.

Von Susi Wimmer

Innere Sicherheit
:Islamist fliegt trotz Fußfessel nach Griechenland

Er war der einzige islamistische Gefährder in Deutschland, der per Fußfessel überwacht wurde - und ist bereits im Oktober über Griechenland in die Türkei ausgereist. Verboten war das nicht.

Von Ronen Steinke

Sicherheit
:Fesseln auf Verdacht

Der Bundestag verabschiedet mehrere Gesetze, die die innere Sicherheit verbessern sollen - auch die elektronische Fußfessel für sogenannte Gefährder kommt.

Von Robert Roßmann

Plan der Landesregierung
:Fußfessel für Extremisten: Selbst Polizei kritisiert CSU-Pläne

Eine elektronische Überwachung von Gefährdern könne eine Live-Beobachtung nicht ersetzen. Auch die Grünen haben Bedenken.

Von Lisa Schnell

Elektronische Überwachung
:Warum die Fußfessel bei radikalen Attentätern wenig bringt

Die Justiz hat die Verurteilten im Blick, kann mögliche Opfer alarmieren, aber manche Täter nicht abschrecken: Die Erfahrung mit der Fußfessel zeigt, wann sie nützt - und wann nicht.

Von Ronen Steinke und Stefan Braun

Kontrolle von Gefährdern
:De Maizière hält elektronische Fußfessel für sehr hilfreich

Das Kabinett hat die elektronische Fußfessel für sogenannte Gefährder gebilligt. Dass ein Islamist wie Anis Amri einfach untertaucht, sei damit nicht mehr möglich, sagt Innenminister de Maizière.

De Maizière und Maas
:Mehr Kameras und härtere Strafen

Die große Koalition einigt sich auf schärfere Sicherheitsgesetze: Mehr Videokameras, Einsatz von elektronischen Fußfesseln bei Extremisten - sowie härtere Strafen für Wohnungseinbruch und Angriffe auf Polizisten.

Von Robert Roßmann

Innere Sicherheit
:Die Fußfessel für islamistische Gefährder ist besser als nichts

Die Innenminister der Union fordern Peilsender am Bein für Terrorverdächtige und gewaltbereite Islamisten. Doch das allein verhindert keine Anschläge.

Von Ronen Steinke

Überwachung von Straftätern
:Akku leer

Die elektronische Fußfessel ist in Mode - hat aber ihre Tücken. Das größte Problem ist das Aufladen des Kästchens, denn dafür sind die Überwachten selbst verantwortlich. Und denen fällt es oft schwer, ihren Alltag zu organisieren.

Von Marc Widmann

Fußfessel-Prozess
:Sexualstraftäter muss in Haft

Das Münchner Landgericht hat einen rückfälligen Sexualverbrecher wegen schweren Kindesmissbrauchs zu drei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt. Der 42-Jährige war mit einer Fußfessel aus dem Gefängnis entlassen worden und hatte wenig später ein Mädchen missbraucht.

Kindermörder Dutroux
:Von Reue keine Spur

Erleichterung unter den Angehörigen der Opfer: Der verurteilte Mörder Marc Dutroux darf den Rest seiner Strafe nicht mit einer Fußfessel außerhalb des Gefängnisses verbringen. Das hat jetzt ein Gericht in Brüssel entschieden. Bald aber möchte der Verbrecher einen neuen Antrag stellen.

Von Javier Cáceres, Brüssel

Nach Missbrauch einer Siebenjährigen
:"Das System Fußfessel hat versagt"

Ein Mann wird aus der Sicherungsverwahrung entlassen. Vier Monate später vergeht er sich in München an der Tochter einer Bekannten, obwohl er eine Fußfessel trug. Nun gibt es heftige Kritik an der Arbeit der Polizei - und Zweifel an der Wirkung der Fußfessel.

Susi Wimmer

Generalbundesanwalt zu Gewalt im Fußball
:Range fordert elektronische Fußfesseln für Fußballrowdys

Randale in den Stadien, Sachschäden in Millionenhöhe: Weil die Gewalttaten im Umfeld des Fußballs nicht in den Griff zu bekommen sind, fordert Generalbundesanwalt Range ein hartes Durchgreifen. Auch das Ende der Stehplätze steht zur Debatte.

Elektronische Fußfessel
:Bundesweiter Einsatz rückt näher

Die elektronische Fußfessel soll helfen, rückfallverdächtige Straftäter im Auge zu behalten. Fünf Bundesländer haben mittlerweile einen Vertrag für diese Form der deutschlandweiten Überwachung unterzeichnet - und sehen dadurch den Schutz der Bevölkerung verbessert. Die Gewerkschaft der Polizei spricht allerdings von einer "riskanten Beruhigungspille".

Elektronische Fußfessel
:Sparfuchs als Überwachungsmeister

Der Einsatz der elektronischen Fußfessel wird künftig bundesweit zentral überwacht: Immer mehr Bundesländer schließen sich dem Staatsvertrag an, der diese Kontrolle organisiert. Die Fußfessel ist deswegen so attraktiv, weil sie Strafvollzugskosten spart, zumal dann, wenn man fachfremdes Personal bei der Überwachung einsetzt. Das klingt wenig vertrauenserweckend - ist aber nicht der einzige Kritikpunkt.

Heribert Prantl

Sicherungsverwahrung
:Unionsländer rebellieren

Streit um den richtigen Weg: Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger will die nachträgliche Sicherungsverwahrung für gefährliche Täter abschaffen. Doch so einfach geht das nicht.

S. Höll u. J. Käppner

Kriminalitätsbekämpfung
:Freiheit in Fesseln

Seit zehn Jahren gibt es in Hessen das Konzept der Fußfessel: Das elektronische Gerät am Bein kontrolliert, ob Straftäter ihre Auflagen erfüllen. Die Fessel bestimmt ihr Leben - verändert es bei vielen aber auch zum Positiven.

Marc Widmann

Elektronische Fußfessel
:Nicht ganz Recht, aber billig

Baden-Württemberg führt den elektronisch überwachten Hausarrest ein - und damit das Zwei-Klassen-Strafrecht.

Heribert Prantl

Elektronische Fußfessel
:Bewachte Freiheit

Zu Hause, aber doch in Haft: Als erstes Bundesland will Baden-Württemberg die elektronische Fußfessel für Straftäter einführen und so Geld sparen. Opposition und Justiz sind skeptisch.

Bernd Dörries, Stuttgart

Stilkritik: Die Fußfessel
:Klotz am Bein

In Strafvollzugskreisen wird bereits von einem "Trend" gemunkelt: die elektronische Fußfessel ziert immer mehr Beine. Höchste Zeit, dass sich die Luxusindustrie des derzeit exklusivsten Accessoires annimmt.

Tanja Rest

Debatte um Gewaltprävention
:Fußfessel für verschmähte Liebhaber?

Brutale Beziehungsmorde: Derzeit wird diskutiert, ob der Einsatz der elektronischen Fußfessel Morde an Frauen verhindern kann. Die Polizei ist skeptisch.

Louay Yassin

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