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Urlaubsziele der Deutschen:Lohnende Investitionen

Besser lief es in Griechenland. Das Staatsschulden-Land "hat sich deutlich erholt", fasst Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband DRV die Beobachtungen der Reiseveranstalter zusammen. Waren es 2012 nur noch zwei Millionen deutsche Urlauber in Griechenland, so sollen es bereits 2013 wieder 2,5 Millionen gewesen sein. Allerdings beruht diese Zahl noch auf Schätzungen. In diesem Jahr könnte Griechenland so viele Feriengäste anlocken wie noch nie - auch vor der Krise nicht.

Vom arabischen Frühling in Nordafrika und der schwierigen Entwicklung in Griechenland profitiert hat die Türkei, die vom Massentourismus erst nach Spanien, Italien und Griechenland entdeckt worden ist. Ein Vorteil: Die Hotels sind oft neuer, und alles ist inklusive. "An der Türkei schätzen Urlauber, dass es Luxusurlaub zu bezahlbaren Preisen gibt", sagt Willi Verhuven, der Eigentümer des Reiseveranstalters Alltours in Duisburg. Auch wenn die Reisesaison erst im Oktober endet, ist es für Verhuven schon jetzt eine gesicherte Erkenntnis: "Der Trend wird bleiben - Mallorca und die Türkei sind die gefragtesten Ziele."

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Grandiose Aussichten

Als in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts die ersten Charterflieger starteten, ermöglichten sie deutschen Massentourismus in Gebiete südlich der Alpen, die bis dahin mit dem Auto nicht oder nur zeitaufwendig zu erreichen waren. Spanien war von Anfang an Ziel der Ferien-Jets, und die Sünden der Urlaubsindustrie von damals lassen sich noch heute an den zugebauten Abschnitten der Mittelmeerküste besichtigen. Spanien entwickelt sich rasch zum Lieblingsland der Deutschen, und das bleibt auch so, als die Wirtschaftskrise 2009 für einen vorübergehenden Rückgang bei den Besucherzahlen sorgt.

Was auch immer rund ums Mittelmeer passierte, die angejahrte touristische Infrastruktur von Spanien ist stärker gefragt. Reiseveranstalter, Hoteliers und Regionalregierungen hatten freilich investiert, und das lohnt sich nun offensichtlich.

Bedrohte Sehenswürdigkeiten

Sind sie noch zu retten?