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SZ Espresso:Wahl in Österreich, Vorwürfe gegen Johnson, Film über Relotius-Affäre

Sebastian Kurz ist der Wahlsieger in Österreich.

(Foto: AFP)

Was an diesem Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Das Wochenende kompakt

ÖVP bei Wahl in Österreich stärkste Kraft. Die Partei von Ex-Kanzler Sebastian Kurz kommt Hochrechnungen zufolge auf rund 37 Prozent der Stimmen. Die FPÖ fällt unter die 20 Prozent-Marke. Auch die Sozialdemokraten verlieren deutlich. Die Grünen holen das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Lesen Sie alle Entwicklungen im Liveticker. Die Wahl zeigt die Sonderstellung, die Kurz in der Politik des Landes einnimmt, analysiert Oliver Das Gupta. Welche Koalitionen nun möglich sind, lesen Sie hier.

Johnson wehrt sich gegen Vorwürfe. Die Labour-Partei wirft dem britischen Premier vor, vorsätzlich Angst vor Unruhen zu schüren, sollte der Brexit-Termin ein weiteres Mal verschoben werden. Dabei geht es um Johnsons Rhetorik - und um vermeintliche Gefälligkeiten für ein amerikanisches Ex-Model. Zur Nachricht

Kramp-Karrenbauer dementiert Zerwürfnis mit Merkel. "Es gibt kein Zerwürfnis zwischen Angela Merkel und mir", sagt die Verteidigungsministerin. Die Spekulationen waren aufgekommen, nachdem Merkel und Kramp-Karrenbauer getrennt zu Reisen in die USA aufgebrochen waren. Dennoch: Merkels Idee, ohne Vorsitz Kanzlerin zu bleiben, musste jedem denkbaren Nachfolger an der Spitze der CDU die Profilierung erschweren, kommentiert Nico Fried.

Trump attackiert Demokraten per Video-Botschaft. Darin reagiert der US-Präsident auf das von den Demokraten eingeleitete Amtsenthebungsverfahren gegen ihn. Der Beweggrund der Demokraten sei nach seinen Worten simpel: "Sie versuchen mich aufzuhalten, weil ich für euch kämpfe." Derweil hat auch ein Kongressabgeordneter aus den Reihen von Trumps Republikanern erklärt, er unterstütze die Untersuchungen der Demokraten. Zu den Einzelheiten

Michael "Bully" Herbig soll Relotius-Affäre verfilmen. Der Film soll auf dem Buch des Journalisten Juan Moreno basieren, der den Betrug des ehemaligen Spiegel-Redakteurs Claas Relotius 2018 aufgedeckt hatte. Von Ralf Wiegand

Hamilton gewinnt das Formel-1-Rennen in Sotschi. Der Mercedes-Pilot setzt sich vor seinem Teamkollegen Bottas durch. Dritter wird Ferrari-Shootingstar Leclerc. Sein Teamkollege Vettel muss wegen technischer Probleme einen schweren Rückschlag verkraften. Von Anna Dreher

3 aus 48 - Meistempfohlen am Wochenende

Wer betrügt, darf davon nicht noch profitieren. Der Gerichtsprozess beginnt: 430 000 Diesel-Käufer klagen gegen den Großkonzern Volkswagen. Warum der eine Schofeligkeits-Abschaltvorrichtung braucht. Kolumne von Heribert Prantl

Nur Schulterzucken über den Trump-Zirkus. Die Affäre um US-Präsident Trumps Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskij ist für die Ukrainer nur am Rande von Interesse. Von Florian Hassel

Die Feinde in meinem Bett. Für alle möglichen Risiken auf der Wiesn gibt es Verhaltenstipps. Doch eine Gefahr wird unterschätzt: Sie lauert, wenn der Wiesnbesucher längst wieder schläft. Von Oliver Klasen

SZ-Leser diskutieren

Wie bewerten Sie das Wahlergebnis in Österreich? "Ich freue mich sehr, dass die FPÖ abgestürzt ist", schreibt KOS KOS, "wenngleich 16 Prozent nach dem Ibiza-Video ein Skandal sind. [...] Für mich stellt dieses Wahlergebnis einen deutlichen Lichtblick dar, der weit über Österreich hinaus strahlt". Steuerverschwender hofft sehr, dass Kurz mit den Grünen koaliert: "Die machen den Touristen dann endlich Beine. Statt mit dem Auto über die Pässe zu fahren, ist zu Fuß gehen angesagt - des Klimas und der Umwelt wegen." Diskutieren Sie mit.