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CDU: "Es gibt kein Zerwürfnis zwischen Angela Merkel und mir"

Auftakt Bundesmittelstandstag in Kassel

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, hier beim Auftakt der Bundesmittelstandstag in Kassel am 27. September.

(Foto: dpa)
  • Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer dementiert in einem Zeitungsinterview, dass es Streit zwischen ihr und Kanzlerin Angela Merkel gibt.
  • Die Spekulationen waren aufgekommen, weil beiden zeitgleich Termine in den USA hatten, aber getrennt geflogen waren.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat Spekulationen über ein Zerwürfnis zwischen ihr und Kanzlerin Angela Merkel zurückgewiesen. "Für alle zum Mitschreiben: Es gibt kein Zerwürfnis zwischen Angela Merkel und mir", sagte die Verteidigungsministerin der Bild am Sonntag. Die Spekulationen waren aufgekommen, nachdem Merkel und Kramp-Karrenbauer getrennt zu Reisen in die USA aufgebrochen waren - Merkel reiste zum UN-Klimagipfel, Kramp-Karrenbauer besucht ihren Amtskollegen Mark Esper.

Die Debatte über einen angeblichen Streit darüber empfinde sie als "absolut befremdlich". "Das war mein Antrittsbesuch bei meinem amerikanischen Kollegen, und da war es mir wichtig, dass der Termin stattfindet", sagte sie. "Die geplante gemeinsame Reise, so wie das Verteidigungsministerium sie vorgeschlagen hat, ist nicht zustande gekommen. Wir haben zum Glück einen Ersatz gefunden, damit ist für mich die Sache erledigt." Sie sei über die Ausladung auch nicht gekränkt.

Ursprünglich war geplant gewesen, dass Kramp-Karrenbauer mit ihrer Delegation in der Maschine der Kanzlerin mitfliegt. Der Airbus A340 sollte erst in New York zwischenlanden, wo Merkel Termine bei den Vereinten Nationen hatte, und dann weiter nach Washington fliegen.

Nach SZ-Informationen sei Kramp-Karrenbauer später allerdings mitgeteilt worden, dass sie ihre Delegation für die Kanzlerinnenmaschine auf ein Minimum hätte zusammenstreichen sollen, nicht einmal ihr engstes Führungsteam hätte sie demnach mitnehmen dürfen. Diese Blöße habe sie sich vor den Amerikanern nicht geben wollen, schließlich handle es sich um einen Antrittsbesuch. Da alle anderen Regierungsmaschinen bereits ausgebucht waren, wurde der Verteidigungsministerin deshalb ein Truppentransporter bereitgestellt.

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