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SZ Espresso:Nachrichten kompakt - die Übersicht für Eilige

Zwei Menschen trauern nach dem rechtsradikalen Anschlag in Halle an der Saale

Menschen trauern vor der Synagoge in Halle.

(Foto: AFP)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Der Tag kompakt

Anschlag in Halle: Seehofer spricht von "Schande für Deutschland". Der Bundesinnenminister kündigt zudem an, "einige Hundert" zusätzliche Stellen in Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt schaffen zu wollen. Generalbundesanwalt Frank berichtet, dass im Auto des Täters insgesamt vier Kilo Sprengstoff sichergestellt wurden. Der Täter inszenierte seine Tat für eine Online-Subkultur, berichten Max Hoppenstedt und Simon Hurtz.

Olga Tokarczuk und Peter Handke erhalten Literaturnobelpreise. Die Akademie lobt das "einflussreiche Werk" des Österreichers Handke, das mit "sprachlichem Einfallsreichtum" die "Spezifität der menschlichen Erfahrung" untersucht habe. Die Polin Tokarczuk wird für die "enzyklopädische Leidenschaft" ihrer Erzählungen gewürdigt, die das "Überwinden von Grenzen" als "Lebensform" beschrieben. Mehr Informationen

Erdoğan droht mit Ende des EU-Flüchtlingsdeals. Der türkische Präsident hat die EU aufgefordert, die Militäroffensive seines Landes in Nordsyrien nicht als Invasion oder Besatzung zu bezeichnen. Andernfalls wolle er den EU-Flüchtlingsdeal aufkündigen und 3,6 Millionen Flüchtlinge nach Europa schicken. Die Einzelheiten

Europaparlament stoppt Macrons Kandidatin für die EU-Kommission. Die frühere französische Verteidigungsministerin Goulard bekommt bei einer Abstimmung im Parlament nicht die erforderliche Mehrheit. Grund für die Ablehnung sind unter anderem noch laufende Ermittlungen gegen sie zu einer Affäre um Scheinbeschäftigung. Die Details

Rumänische Regierung per Misstrauensvotum abgewählt. 238 Abgeordnete und Senatoren - fünf mehr als notwendig - haben für den Misstrauensantrag gestimmt. Sie werfen Ministerpräsidentin Dăncilă unter anderem Inkompetenz, ausgebliebene öffentliche Investitionen sowie eine schwache Nutzung von verfügbaren EU-Geldern vor. Zum Text

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Womöglich ist er krank. Das Motiv des Karambolage-Fahrers in Hessen bleibt unklar. Ermittler zeichnen das vorläufige Bild eines frustrierten, womöglich drogenabhängigen Mannes. Von Susanne Höll

Scheuer muss aufklären, sonst verliert er sein Amt. Der Minister hat im Mautdebakel Transparenz versprochen, nun liefert er abenteuerliche Erklärungen. Die Opposition fordert seine Ablösung - mit guten Gründen. Kommentar von Markus Balser

Eine Stadt geht unter. Lange haben die Menschen gekämpft um Hasankeyf - die Stadt am Tigris in der Türkei mit ihren mittelalterlichen Schätzen. Vergeblich. Nun schluckt der Fluss die Stadt, ein Stausee soll entstehen. Und die letzten Bewohner müssen gehen. Von Christiane Schlötzer

SZ-Leser diskutieren

Ihre Meinung zur türkischen Offensive in Nordsyrien. Viele Leser verurteilen die Militäroperation, postit findet: "Darauf scheint Erdoğan ja offensichtlich gewartet zu haben. Keinen Tag nach Trumps Ankündigung marschieren seine Truppen in Syrien ein. Was sagt das über den Charakter aus? Mit dem Mann kann man nicht verhandeln." Über die Drohung Erdoğans, den EU-Flüchtlingsdeal aufzukündigen, schreibt EdenRose61: "Ich hoffe nur, dass wir uns nicht erpressen lassen." Diskutieren Sie mit uns.