Prantls Blick:Der echte und der gefühlte Vizekanzler

Lesezeit: 5 min

Robert Habeck und Christian Lindner

Wer hat wen über den Tisch gezogen? Die künftigen Bundesminister Robert Habeck (Grüne) und Christian Lindner (FDP) .

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Wie sich Christian Lindner vor Robert Habeck setzt - und wie die Grünen ihren Vorsprung vor der FDP verspielt haben. Scheitert nun die Ampel bei der grünen Urabstimmung an der verärgerten Basis?

Von Heribert Prantl

Einen so dummen Titel hat dieser Koalitionsvertrag nicht verdient. Der Titel ist so uninspiriert, so nichtssagend und hohl und spruchbeutelig, wie es hoffentlich die Regierungspolitik nicht sein wird: "Mehr Fortschritt wagen" - das soll an Willy Brandt erinnern, an sein Regierungsmotto von 1969; aber es erinnert nur an Wahlkampfplakate der FDP. Unter "Mehr Demokratie wagen" konnte und kann man sich etwas vorstellen. Aber "Mehr Fortschritt wagen"? Das Wortgeklingel war schon vor fünfzig Jahren zu nichts nütze; damals stand das Wort Fortschritt noch für eine vage Verheißung. Damals hat die CDU, ihr Kanzlerkandidat hieß Rainer Barzel, auf die Wahlplakate den Spruch gesetzt: "Wir bauen den Fortschritt auf Stabilität". Fortschritt wobei? Fortschritt für wen?

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