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SZ-Podcast "Auf den Punkt":Syrien: Wie Putin und Erdoğan den Westen vorführen

In Sotschi beschließen die beiden Staatschefs eine Verlängerung der Waffenruhe - und bestimmen damit, wie die Nachkriegsordnung von Syrien aussehen wird.

150 Stunden. So viel Zeit bleibt den kurdischen Kämpfern der YPG-Miliz, um sich 30 Kilometer vom syrisch-türkischen Grenzgebiet zu entfernen. Danach sollen türkisch-russische Patrouillen in der Zone kontrollieren, ob sich die Kurden wirklich zurückgezogen haben. Darauf haben sich die Staatspräsidenten Russlands und der Türkei, Putin und Erdoğan, nach stundenlangen Beratungen in Sotschi geeinigt.

Das Ergebnis des Treffens ist ein wenig überraschend. Eigentlich wollte Erdoğan die Waffenruhe im Norden Syriens nicht verlängern. Doch die Gelegenheit war zu verlockend. Denn mit der Übereinkunft von Sotschi haben die beiden Staatschefs die Nachkriegsordnung von Syrien festgelegt, sagt Paul-Anton Krüger. Der stellvertretende Chef der SZ-Außenpolitik analysiert, dass der Westen das Land Putin überlässt - und der Vorschlag einer internationalen Schutzzone von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer obsolet geworden ist.

Weitere Themen: Googles Quantencomputer, Kabinett beschließt weitere Teile des Klimapakets.

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