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Wissenschaft:Ausgezeichnete Forscher

Leibniz-Preise für Immunologen und Astrophysiker aus München

Nach dem Nobelpreis für den Garchinger Astrophysiker Reinhard Genzel darf sich die wissenschaftliche Gemeinschaft in München und Umgebung nun erneut über eine renommierte Auszeichnung freuen - genauer gesagt sogar über zwei: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat bei der Vergabe der diesjährigen Leibniz-Preise den Immunologen Jürgen Ruland vom Münchner Klinikum rechts der Isar sowie den Astrophysiker Volker Springel vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching geehrt. Insgesamt zeichnet die DFG zehn Wissenschaftler aus, drei davon kommen dieses Jahr aus Bayern. Jeder Preisträger erhält 2,5 Millionen Euro, die für die Forschung vorgesehen sind.

Der Münchner Medizin-Professor Jürgen Ruland wird für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie ausgezeichnet, diese hätten zu "einem grundlegend neuen Verständnis der Signalübertragungskomplexe in Immun- und Krebszellen geführt", heißt es in einer Stellungnahme des bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Ruland ist seit dem Jahr 2012 Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Pathobiochemie am Klinikum rechts der Isar und ein bereits vielfach ausgezeichneter Wissenschaftler.

Volker Springel erhält den Leibniz-Preis für seine Arbeiten auf dem Gebiet der numerischen Astrophysik zur Entwicklung von Strukturen im Kosmos. Außerdem beschäftigt sich der Wissenschaftler mit der Erforschung der Dunklen Materie und der Dunklen Energie, mit der Entstehung von Galaxien sowie mit superschweren Schwarzen Löchern. Springel ist seit 2018 geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Astrophysik in Garching.

Der dritte Preis für Bayern geht an Elisabeth André, die an der Universität Augsburg an Künstlicher Intelligenz forscht. "Ich bin sehr stolz darauf, dass drei von insgesamt zehn dieser hochdotierten Auszeichnungen an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen, die an einer bayerischen Forschungseinrichtung tätig sind", erklärte Wissenschaftsminister Bernd Sibler. Wegen der Pandemie wird der wichtigste deutsche Forschungsförderpreis am 15. März 2021 in einem virtuellen Rahmen verliehen.

© SZ vom 12.12.2020 / tbs/van
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