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Kino: Einmal tief durchatmen: Ein Mann zeigt in "Holy Shit", wie man aus menschlichen Exkrementen wertvollen Dünger macht.

Einmal tief durchatmen: Ein Mann zeigt in "Holy Shit", wie man aus menschlichen Exkrementen wertvollen Dünger macht.

(Foto: Thurn Film)

Der Dokumentarfilmer Rubén Abruña stellt im Münchner City-Kino seinen Film "Holy Shit" vor.

Von Josef Grübl

"Pile of Poo" heißt es im Englischen, was etwas netter klingt als die deutsche Bezeichnung: Der Kackhaufen ist ein sehr beliebtes Emoji, es wird millionenfach verschickt - und nur sehr unbedarfte Zeitgenossen sehen darin ein Symbol für Schokoladeneis. Der aus Puerto Rico stammende Filmemacher Rubén Abruña reist mit einem Pile-of-Poo-Emoji durch die Welt, er packt es auf Autodächer oder Fahrräder: In seinem Dokumentarfilm "Holy Shit" geht es um unseren Umgang mit menschlichen Fäkalien.

Das Thema betrifft alle, die Kläranlagen sind voll, oft geraten giftige Rückstände in die Natur. Auf seiner Reise durch vier Kontinente lernt der Filmemacher Ingenieure oder Initiativen kennen, die aus Exkrementen Strom oder Dünger herstellen. Derzeit ist Abruña mit seinem Film in Deutschland unterwegs, am 5. Dezember stellt er ihn in München vor.

Holy Shit, D/CH 2023, Kinotour mit Regisseur Rubén Abruña, Di., 5. Dez., 18 Uhr, City-Kino, Sonnenstr. 12a

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