Pressefreiheit:"Ich habe das nicht gerne gelesen"

Lesezeit: 4 min

Demonstration von Internetaktivisten für Pressefreiheit

Bürger demonstrieren 2015 in Berlin für die Pressefreiheit.

(Foto: Britta Pedersen/dpa)

In Büros von syrischen Politikern bekam unser Autor mehrfach Morddrohungen zu hören - ehe man ihn ins Gefängnis steckte. Nun trifft er sich mit dem Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß. Wie hält er es mit der Pressefreiheit?

Von Mohamad Alkhalaf, Ebersberg

Da saß ich nun in diesem Raum, einem gewöhnlichen deutschen Büro. Wie empfängt der Politiker den Journalisten? Oder, wie man in Syrien sagt: Wie behandelt der Weinbauer den Bären auf seinem Weinberg? Das Büro war normal ausgestattet, kein Luxus wie das Oberbürgermeisterbüro in meiner Heimatstadt Raqqa. An der Wand hingen zwei Wappen, das Löwensymbol für Bayern, und die Wildsau für Ebersberg. Sonst nichts, kein Bild von Merkel, Scholz oder Söder. Ein Lokalpolitiker ohne Foto vom Chef. Es wäre in Syrien auch im Jahr 2022 undenkbar.

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