Mobilität:Autoversicherung wird für fast eine Million Bayern günstiger

In Landshut, Regensburg oder dem Landkreis Rosenheim dürfen sich Autofahrer über niedrigere Versicherungsbeiträge freuen. In Neu-Ulm, Fürth oder Aschaffenburg steigen sie hingegen. (Foto: Leonhard Simon)

Weil es in 15 Regionen des Freistaats weniger Unfälle gab, sinken die Haftpflichttarife. Andernorts wird es dagegen teurer. Ein Überblick.

Rund 980 000 Autofahrer in Bayern werden in der Haftpflichtversicherung im kommenden Jahr günstiger eingestuft. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat sich angeschaut, wo Autofahrer besonders viele und teure Schäden verursachen und wo es eher selten kracht. Daraus ergäben sich für 15 der 97 bayerischen Kfz-Zulassungsbezirke bessere Einstufungen, unter anderem für Landshut, Regensburg und die Landkreise Bayreuth und Rosenheim, teilte der GDV am Donnerstag mit.

Für 620 000 Autofahrer in zehn Bezirken steigt die Regionalklasse dagegen, unter anderem in Neu-Ulm, Fürth und Aschaffenburg. "Die beste Schadenbilanz erreichten Autofahrer in Lichtenfels, in Augsburg war die Schadenbilanz am schlechtesten."

Newsletter abonnieren
:Mei Bayern-Newsletter

Alles Wichtige zur Landespolitik und Geschichten aus dem Freistaat - direkt in Ihrem Postfach. Kostenlos anmelden.

Weniger Änderungen gibt es laut Gesamtverband in den Kaskoversicherungen: Von den rund 6,2 Millionen Kaskoversicherten werden rund 530 000 in höhere Regionalklassen eingestuft, für 100 000 gelten zukünftig bessere Einstufungen.

Die Regionalklassen spiegeln die Schadenbilanz der 412 deutschen Zulassungsbezirke wider und werden einmal im Jahr vom GDV berechnet. Entscheidend ist dabei nicht der Unfallort, sondern der Wohnort des Fahrzeughalters. Die Regionalstatistik können Versicherungsunternehmen von sofort an für Neuverträge und vom nächsten Versicherungsjahr an für bestehende Verträge anwenden.

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

SZ PlusKlimaschutz
:Kann es zu viele Solarparks geben?

Im Donaumoos erlebt die Freiflächen-Photovoltaik einen solchen Boom, dass Naturschützer verbindliche Vorgaben der Staatsregierung für den Ausbau der Anlagen fordern. Denn sie fürchten um einen anderen Aspekt des Klimaschutzes.

Von Christian Sebald

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: