Eine Dokumentation mit Edward Snowden zeigt, warum die Enthüllungen des Whistleblowers auch die Industrie betreffen. Ahnungslosigkeit und Staunen bei den Unternehmen ziehen sich durch den ganzen Film. Weshalb am Ende ein deprimierendes Fazit gezogen wird.
Multiethnische Paare im US-Fernsehen
:Farbenblinder Superheld
In der Comicvorlage "The Flash" ist die Freundin des gleichnamigen Superhelden weiß, in der Serienadaption nun dunkelhäutig. Eine längst überfällige Ausnahme im amerikanischen Fernsehen.
"Night will fall" auf Arte
:Den Toten ein Gesicht geben
"Night will fall" erzählt von einem britischen Lehrfilm über deutsche Konzentrationslager, der lange unvollendet blieb und nun - sieben Jahrzehnte später - rekonstruiert wurde. Auch die Doku über die Doku spart nicht an heftigen Bildern.
Übertragung der Handball-WM
:Ins Abseits gekullert
Die Handball-WM beginnt und in Deutschland sendet nur das Bezahlfernsehen Livebilder. Das ärgert Fans wie Vereine. Dabei überlegen Sender gut, was Quote bringen könnte - manchmal liegen sie auch daneben.
Verkaufsstart in Frankreich
:"Charlie Hebdo" erhöht Auflage auf fünf Millionen Exemplare
Zum Verkaufsstart der neuen Ausgabe des Satiremagazins "Charlie Hebdo" erlebten die Geschäfte in Frankreich einen Ansturm. Die Auflage wurde von drei auf fünf Millionen Exemplare erhöht.
Kooperation von Arte und ARD
:Kernspaltung als TV-Experiment
Arte und die ARD haben sich etwas ausgedacht: Sie zeigen einen deutschen Thriller und eine französische Komödie zum selben Thema - der Kernenergie. Der Clou: Teilweise machen sogar dieselben Schauspieler mit - in ganz verschiedenen Rollen.
RTL-Interview mit deutschem IS-Kämpfer
:Infoporno zur Selbstimmunisierung
RTL zeigt im Nachtprogramm ein Interview von Jürgen Todenhöfer mit einem 30-jährigen IS-Kämpfer aus Solingen. Ist so ein Gespräch der richtige Weg, der Propaganda eines Fundamentalisten beizukommen?
Streit um Mohammed-Karikatur
:Internet-Sperre für "Charlie-Hebdo"-Titel in Türkei
Ein türkisches Gericht lässt alle Internetseiten blockieren, die die Mohammed-Karikatur auf dem Titel von "Charlie Hebdo" zeigen. Eine türkische Zeitung druckte die Zeichnungen trotzdem nach - und trickste die Polizei mit einer Finte aus, die den toten "Charlie-Hebdo"-Machern gefallen hätte.
Ihr Forum
:Ihre Reaktionen auf die erste Ausgabe "Charlie Hebdo" nach dem Anschlag
Ein weinender Prophet auf dem Cover und Witze über Merkels Unterwäsche im Heft. Knüpft die erste Ausgabe von "Charlie Hebdo" da an, wo die Autoren und Zeichner vor dem Anschlag aufgehört haben?
Nach Anschlag auf Satiremagazin
:So sieht die neue Ausgabe von "Charlie Hebdo" aus
Angela Merkel ohne Unterhose, frivole Zeichnungen, ein Vergleich mit einem Gottesdienst: In seiner ersten Ausgabe nach dem Anschlag bleibt sich das Pariser Satiremagazin "Charlie Hebdo" treu.
Führungswechsel bei Nachrichtenmagazin
:Brinkbäumer neuer "Spiegel"-Chefredakteur
Zu zweit, aber keine Doppelspitze: Klaus Brinkbäumer wird neuer Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", Florian Harms neuer Leiter des Nachrichtenportals.
Neue "Charlie Hebdo"-Ausgabe
:"In erster Linie ein Mann, der weint"
Auch in der morgen erscheinenden Ausgabe wird das Satiremagazin "Charlie Hebdo" eine Karikatur des Propheten Mohammed auf der Titelseite tragen. Aus Ägypten kam sofort Kritik. In einer Pressekonferenz in Paris begründen die überlebenden Magazinmacher ihre Wahl dieser Seite eins.
Casting-Shows und Wirtschaft
:Schmeckt nach Werbung
"Das Erfolgsrezept" ist eine von vielen Castingsendungen bei RTL. Doch in Sachen Dreistigkeit setzt das Format neue Maßstäbe: Der Sieger steht schon nach der ersten Folge fest - und es ist keiner der Kandidaten.
Satiremagazin nach dem Anschlag
:"Charlie Hebdo" erscheint mit Mohammed-Titel
Mohammed weint - und verzeiht: Das erste Heft seit den Terroranschlägen auf "Charlie Hebdo" zeigt den islamischen Propheten auf dem Cover mit "Je suis Charlie"-Schild. Das Satiremagazin erscheint erstmals in Millionenauflage.
Nachlese zum "Tatort" aus Dortmund
:Nazi kann jeder
Sie wollen mitreden über den "Tatort"? Hier erfahren Sie, wer in "Hydra" ausrastet und was der ARD-Krimi mit Pegida zu tun hat. Die Nachlese zum "Tatort" aus Dortmund - mit den besten Zuschauerkommentaren.
TV-Sender BFMTV
:Telefonate mit den Tätern
Im Chaos rund um die "Charlie Hebdo"-Morde und die Geiselnahmen fällt ein TV-Sender auf: BFMTV. Deren Reporter telefonierten mit zwei der drei Attentäter und waren auch sonst bestens informiert. Dem Ziel, ein "französisches CNN" zu werden, kommt der private Kanal immer näher.
ZDF-Dreiteiler
:"Tannbach" soll fortgesetzt werden
Die TV-Saga "Tannbach" über das Schicksal des Dorfes Mödlareuth könnte weitergehen. Derzeit verhandeln ZDF und Produzentin über die Zukunft der erfolgreichen Miniserie.
TV-Doku über Genesis
:Hommage an die Band für Weicheier
Die Musik von Genesis ertrug früher nicht einmal die Band selbst. Eine TV-Doku bringt jetzt alle Mitglieder wieder zusammen - Misstöne werden britisch diskret unterdrückt.
Studie zur NSU-Berichterstattung
:Verloren im Vorurteil
In der Berichterstattung über den NSU haben deutsche wie türkische Medien versagt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung. Zum Symbol für den "bitteren Befund" wird das Wort "Döner-Morde".
ARD-Film mit Henry Hübchen
:Zu alt für Rock 'n' Roll, zu jung zum Sterben
Ruhestand? Darauf hat Henry Hübchen als TV-Journalist Paul im ARD-Film "Die Zeit mit Euch" so gar keine Lust. Seine Freunde feiern ihn trotzdem - am Ende sind alle ein bisschen einsamer.
"Kyrzbekistan"
:Wie die "New York Times" eine neue Nation erfand
Keine Kriminalität, saftige Wälder, malerische Steppen - und immer genug Pizza: Willkommen in Kyrzbekistan, dem jüngsten Sehnsuchtsland der Welt! Erschaffen wurde es im Internet - durch einen Fehler der "New York Times".
Juristisches Nachspiel
:Paparazzi klagen gegen Grönemeyer
Der Fotograf und der Filmer, die Herbert Grönemeyer am Flughafen Köln/Bonn verletzt haben soll, erstatten Anzeige gegen den Sänger. Grönemeyer bestreitet die Vorwürfe.
Nach Anschlag auf Satiremagazin
:So soll "Charlie Hebdo" weiterleben
Acht Journalisten, darunter die wichtigsten Zeichner, sind tot. Ein Weiterleben des Satireblatts "Charlie Hebdo" erscheint kaum möglich. Doch Frankreichs Presse will das Magazin gemeinsam retten.
Kritik am ZDF-Dreiteiler "Tannbach"
:Ärger mit dem Seppldialekt
In der Fernsehproduktion "Tannbach" über die Geschichte des Dorfs Mödlareuth in der Nachkriegszeit sind die Schauspieler mit oberbayerischem Dialekt zu hören. Dort spricht man aber fränkisch. Jetzt muss das ZDF teils scharfe Kritik einstecken. Ein Kampf der Lokalpatrioten.
SZ, Guardian, El País, La Stampa, Le Monde und Gazeta Wyborcza
:Europäische Partnerzeitungen bekennen sich zur Freiheit
Wir werden weiterhin informieren, recherchieren, interviewen, kommentieren, veröffentlichen und zeichnen. Dies tun wir zu jedem Thema, das uns zulässig erscheint - und in einem Geist der Offenheit, der intellektuellen Bereicherung und demokratischen Debatte.
Pressefreiheit in China
:Flucht aus Peking
Die Repressalien gegen ausländische Journalisten in China nehmen zu. Die Korrespondentin der "Zeit" hat China nach zahlreichen Verhören verlassen. Herausgeber Helmut Schmidt versuchte, sich für ihre inhaftierte Assistentin starkzumachen.
Toter "Charlie Hebdo"-Herausgeber Charbonnier
:Aufrecht, furchtlos, radikal
Stéphane Charbonnier machte sich bei "Charlie Hebdo" über alles lustig. Auch über Religionen. Angst hatte Charb nie. Der Karikaturist kämpfte für die Meinungsfreiheit und nahm dafür große persönliche Opfer in Kauf.
Presseschau zum Anschlag in Paris
:"Ein Angriff auf die Freiheit überall"
Die Titelseiten tragen Trauer, viele erscheinen in Schwarz: Zeitungen und Karikaturisten weltweit bringen ihre Solidarität mit "Charlie Hebdo" zum Ausdruck. Auch viele Nachrichten-Websites gedenken der toten Journalisten.
Anschlag auf Satiremagazin
:"Charlie Hebdo" und die Kunst, böse zu sein
Ohne Werbung, aber nie ohne Aufreger: Das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" gründete sich dank eines Skandals - und verteidigt seither das Recht, dass Satire alles darf.
"Tagesschau"-Chef über FDP-Bericht
:"Tut mir leid, Frau Suding"
Der männliche Blick der Kamera: Die FDP-Politikerin Katja Suding wird Opfer eines "Altherren-Schwenks" in der "Tagesschau". Sie akzeptiert die Entschuldigung von Chefredakteur Gniffke.
MDR
:Erfurter "Tatort" wird eingestellt
Nach nur zwei Folgen ist der "Tatort" aus Erfurt schon Geschichte. Doch nicht nur die heftige Kritik an den bisherigen Episoden hat den Sender zu dem Entschluss bewogen.
"Geld sofort" im NDR
:Spätvorstellung für Heinz Erhardt
Der NDR zeigt den jahrzehntelang verschollenen Film "Geld sofort" von 1960 und Heinz Erhardt beweist noch einmal sein unglaubliches Sprachgeschick. Von der Ausstrahlung erhofft man sich aber mehr als nur Zuschauer.
Nachlese zum Wien-Tatort "Deckname Kidon"
:"Wir scheißen uns nichts"
Sie wollen mitreden über den "Tatort"? Hier erfahren Sie, warum die Wiener Ermittler nichts von Glacéehandschuhen halten und Moritz Eisner die Welt nicht mehr versteht. Die "Tatort"-Nachlese - mit den besten Zuschauerkommentaren.
Wien-Tatort "Deckname Kidon"
:Wödmasta aus der Wiener Unterwelt
Im Wiener "Tatort" kämpfen zwei Inspektoren in der Regel mindestens gegen den Rest der Welt. In der Episode "Deckname Kidon" ist die Weltverschwörung allerdings so gewaltig, dass Moritz Eisner und Bibi Fellner ungewohnt betulich wirken mit ihrer Wärme, ihrem Grant und ihrem Blues.
"Tannbach - Schicksal eines Dorfes" im ZDF
:Auf Tuchfühlung mit der großen Sprachlosigkeit
Mit der Geschichte des geteilten Dorfes Tannbach erzählt das ZDF mehr als ein Familienepos. Es leuchtet aus, wie sehr sich Ost- und Westdeutsche voneinander entfernten. Darüber sollte endlich geredet werden.
Paparazzi-Video
:Grönemeyer wehrt sich gegen Prügel-Vorwürfe
Wurde Herbert Grönemeyer eine Falle gestellt? Nachdem ein Film auftauchte, auf dem der Sänger anscheinend auf einen Fotografen einschlägt, erhebt Grönemeyer Vorwürfe gegen zwei Paparazzi.
00:30
Trailer
:"Eine Liebe für den Frieden"
ARD Degeto/Monafilm/Oliver Roth
"Eine Liebe für den Frieden" im Ersten
:Wegen Überfüllung verdrossen
Das ARD-Epos "Eine Liebe für den Frieden" erzählt die Geschichte von Bertha von Suttner und Alfred Nobel. Der mit Birgit Minichmayr und Sebastian Koch hochkarätig besetzte Film könnte sehenswert sein, wenn die Fernsehmacher ihn nicht so überfrachtet hätten.
"Soulkitchen" im NDR
:Der Onkel bohrt nicht
Talkgäste, die immer Herr der Lage bleiben wollen, gibt es im deutschen Fernsehen mehr als genug. Das NDR-Dokuformat "Soul Kitchen" schafft es im Gegensatz dazu, dass vier Halbpromis Vertrauen schöpfen - und dabei viel von sich preisgeben.
WM-Doku "Die Mannschaft" in der ARD
:Zu viel Idylle im Paradies
Modern, familiär und harmonisch: Die Doku "Die Mannschaft" inszeniert den deutschen WM-Sieg als Männer-Traum mit Thomas Müller im Dirndl. Aufregende Einblicke fehlen - der ärgste Rivale des Films ist der Sport.
Tatort aus Weimar "Der irre Iwan"
:Latte diabolo
In etlichen "Tatorten" ist das ernst gemeint, was hier Parodie ist: das Checkertum der Ermittler, Résumés im Dienstfahrzeug, Computertechnologie. Nora Tschirner und Christian Ulmen garnieren das mit Dialogwitz und Situationskomik. Sie spielen keine Rollen - sie spielen.
"Mammon" in der ARD
:Es geht ums Ganze
Nach Schweden und Dänen kommen jetzt die Norweger mit einem düsteren Krimi. Die Macher von "Mammon" haben viel hineingepackt - vom grauen Wetter bis hin zum Kindermord. Eines haben sie jedoch nicht bedacht.
Nachlese zum "Tatort" aus Weimar
:Iwan, wie irr!
Sie wollen mitreden über den "Tatort"? Hier erfahren Sie, warum der Weimarer Fall einer Spielwiese gleicht und warum Haselstrauch und Birke gut zusammenpassen. Die Nachlese zum "Tatort" - mit den besten Zuschauerkommentaren.
Dokumentation
:Von Tolle zu Tolle
Graceland vor Alpenpanorama: Andreas Gabalier, der Mann aus der Volksmusikwelt, erinnert zum 80. Geburtag an Elvis Presley.