Plagiatsvorwürfe gegen eine Bildungsministerin wiegen schwer. Annette Schavan haben sie bereits ihren Doktortitel gekostet - ihre Zukunft im Amt ist ungewiss. Alles zur CDU-Politikerin.
Wusste Annette Schavan es nicht besser? In der Plagiatsaffäre führen Unterstützer der Bildungsministerin immer wieder an, vor 30 Jahren hätten andere Zitierregeln gegolten als heute. Ein Heftchen, das der SZ vorliegt, belegt nun: Schavan verstieß in ihrer Doktorarbeit gegen gängige Zitation.
Von Roland Preussmehr...
Als Annette Schavan ihre Doktorarbeit schrieb, kursierte das Heft schon in der achten Auflage: Auf 32 Seiten gibt ein Professor der Uni Düsseldorf "Hinweise zur Anfertigung von Seminararbeiten". Schavans Doktorvater ist einer der Herausgeber. Süddeutsche.de dokumentiert Auszüge aus der Broschüre.
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Meinung
Zwei Drittel Plagiatsanteil enthielt die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg - und war damit eindeutig keine Wissenschaft. Dementsprechend leicht hatte es die Uni Bayreuth im Aberkennungsverfahren. Doch Ausnahmesituationen eignen sich nicht für generelle Schlüsse. Der Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten in Deutschland ist mangelhaft.
Ein Gastbeitrag von Stephan Rixenmehr...
Mit einem überwältigenden Ergebnis von 96 Prozent der Stimmen ist Annette Schavan in Ulm zur Bundestagskandidatin nominiert worden. Es war eine wichtige Wahl für die gegen Plagiatsvorwürfe ankämpfende Bildungsministerin.
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Gut fünf Minuten haben die Journalisten an der Hochschule für Philosophie in München. Neues zur Plagiatsaffäre sagt Schavan nicht. Lieber redet die Forschungsministerin über die Internationalisierung der Hochschulen und die Verdienste der Geisteswissenschaften. Einfach weitermachen, das ist die Idee.
Von Roland Preußmehr...
Annette Schavan könnte ihren Doktortitel verlieren. Das weiß die Ministerin seit Dienstagabend, als die Uni Düsseldorf verkündet hat, ein Aberkennungsverfahren gegen sie einzuleiten. Jetzt äußert sich die CDU-Politikerin erstmals zur Entscheidung - und ihrer derzeitigen Gefühlslage.
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Meinung
Recht, Rache oder ein Schmierentheater? Die Plagiatsaffäre um Annette Schavan erzürnt die Bildungsministerin und entzweit die Wissenschaft. Der Vorwurf eines Politikerbonus ist dabei nicht gerechtfertigt: Die Arbeit wurde gründlich geprüft, die Mängel sind offensichtlich. Ein Titelentzug ist dennoch nicht nötig.
Ein Kommentar von Roland Preußmehr...
"Wir können etwas gestalten": Durch die Debatte um den Plagiatsvorwurf gegen Bildungsministerin Annette Schavan ist die Arbeit des Fakultätsrats in den Vordergrund gerückt. Ein studentischer Vertreter erklärt, was dort eigentlich passiert.
Von Helena Kaschelmehr...jetzt.de
Der Bildungsministerin steht eine Zeit des bangen Wartens bevor: Die Entscheidung der Uni Düsseldorf, ein Verfahren gegen Schavan einzuleiten, erhärtet den Plagiatsverdacht. Doch wie geht die Untersuchung nun weiter? Und vor allem: Hat sie politische Konsequenzen? Fragen und Antworten.
Von Johanna Bruckner und Barbara Galaktionowmehr...
Bildungsministerin Schavan bleibt dabei: Ihre Doktorarbeit sei kein Plagiat, die Vorwürfe seien "unbegründet". Sie hofft auf externe Fachgutachten, die sie nach ihrer Überzeugung entlasten würden.
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Die Universität Düsseldorf hält die Plagiatsvorwürfe gegen Bildungsministerin Schavan für stichhaltig. Sie leitet ein Verfahren ein, um ihr den akademischen Grad abzuerkennen.
Von Roland Preußmehr...
Die Bildungsministerin steht im Verdacht, bei ihrer Doktorarbeit zumindest unsauber gearbeitet zu haben. Was bedeutet das für die Promovierenden in Deutschland? Norman Weiss, Vorsitzender des Netzwerks Thesis, über die Arroganz der Macht und die alltäglichen Probleme der Doktoranden.
Von Johanna Brucknermehr...
Wissenschaftler sehen das Plagiatsverfahren gegen Bildungsministerin Schavan kritisch - und ermahnen dazu, Prüfungsstandards einzuhalten. Kurz vor der Entscheidung über den Fall schlagen Hochschulvertreter zurück.
Von Roland Preußmehr...
Exklusiv
Im Plagiatsverfahren gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan schwächt die Universität Düsseldorf ihre Vorwürfe ab. Jetzt wird ihr eher Schlamperei als arglistige Täuschung vorgeworfen. Die Ministerin kann ihren Titel aber immer noch verlieren.
Von Roland Preußmehr...
In der Plagiatsaffäre um Bildungsministerin Schavan stützt ein externes Gutachten die Uni Düsseldorf: Die Überprüfung ihrer Doktorarbeit sei ordnungsgemäß geschehen. Der Bericht wird dem Fakultätsrat vor seiner Sitzung am Dienstag zugestellt - er kann ein Verfahren zur Aberkennung des Titels einleiten.
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Annette Schavan schaltet in der Debatte um ihre Doktorarbeit auf stur. In einem Interview kontert die CDU-Politikerin Forderungen nach ihrem Rücktritt - und will nach der Bundestagswahl 2013 Bildungsministerin bleiben.
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Bildungsministerin Annette Schavan stellt sich laut einem Zeitungsbericht auf das Schlimmste ein: Sollte die Universität Düsseldorf wegen ihrer Doktorarbeit ein Prüfverfahren in die Wege leiten, könnte die CDU-Politikerin ihren Rücktritt einreichen. Ihr Sprecher dementiert das.
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Exklusiv
Die Plagiatsvorwürfe gegen Bildungsministerin Annette Schavan halten sich hartnäckig. Nach SZ-Informationen hält der Promotionsausschuss der Uni Düsseldorf die Anschuldigungen für stichhaltig. Das Gremium will nun ein offizielles Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels einleiten lassen.
Von Roland Preußmehr...
Meinung
Entzieht eine Uni den Doktortitel, ist auch das Ansehen dahin. Und: Plagiatsvergehen verjähren nicht. Die Strafe fällt oft ebenso hart aus wie bei Einbrechern oder Schlägern. Da ist etwas aus dem Lot geraten.
Ein Kommentar von Roland Preußmehr...
Unsauber gearbeitet, aber nicht wirklich plagiiert - so sehen einige der Autoren, bei denen sich Annette Schavan bedient hat, die Doktorarbeit der Bildungsministerin. Viele von ihnen können sich nicht mehr äußern - aber die, die es können, haben ein paar gute Ratschläge.
Von Roland Preußmehr...
"Dilettantismus" wirft Volker Kauder der Universität Düsseldorf vor. Auch andere wichtige CDU Mitglieder legen sich für die Bildungsministerin ins Zeug. Manche bringen gar Bestechung ins Gespräch.
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Exklusiv
Eigentlich haben Wissenschaftler nach der Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg strengere Standards vereinbart - doch Bildungsministerin Annette Schavan nehmen sie in Schutz. Der Düsseldorfer Uni-Rektor Michael Piper wirft seinen Kollegen deswegen eine verzerrte Beurteilung aus politischen Gründen vor.
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