Verkehrspolitik:Studie: Neue Autobahnen werden viel teurer als angenommen

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Verkehrspolitik: Je geringer die veranschlagten Kosten für ein Autobahnprojekt, desto größer die Chancen der Realisierung. Greenpeace fürchtet, dass die Kosten für ein Autobahnbauprojekt mitunter bewusst zu niedrig kalkuliert werden.

Je geringer die veranschlagten Kosten für ein Autobahnprojekt, desto größer die Chancen der Realisierung. Greenpeace fürchtet, dass die Kosten für ein Autobahnbauprojekt mitunter bewusst zu niedrig kalkuliert werden.

(Foto: Arnulf Hettrich /imago images)

Die Kosten für neue Fernstraßen im Bundesverkehrswegeplan steigen jedes Jahr um gut zehn Prozent, zeigt eine Auswertung von Greenpeace. Das dürfte ein tiefes Loch in den Verkehrsetat reißen.

Von Kassian Stroh, Berlin

Die A 59 bei Duisburg zum Beispiel: Seit Langem soll die viel befahrene Autobahn von vier auf sechs Streifen ausgebaut werden, auf einer Länge von knapp sieben Kilometern. Im Jahr 2016 nahm der Bund das Projekt in seinen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) auf. Damals rechnete er mit Gesamtkosten von 333 Millionen Euro. Als er vor einem Jahr seine Kalkulation erneuerte, hatte sich der Betrag vervierfacht. Ob das reichen wird? Ungewiss. Gebaut ist noch kein einziger Meter, das Genehmigungsverfahren ist gerade erst angelaufen.

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