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SZ-Podcast "Und nun zum Sport":US Open: Holt Nadal Federer noch ein?

Der Erfolg von Rafael Nadal zeigt, dass der Machtwechsel im Männertennis weiter auf sich warten lässt - Bianca Andreescu beweist, dass das bei den Frauen längst eingetreten ist.

19 Titel bei den Grand Slams, nur Roger Federer ist mit 20 Titeln besser: Rafael Nadal ist am Wochenende in New York bei den US Open etwas Besonderes gelungen - und doch wollte er diese Zahl nicht überbewerten. "Daran denke ich überhaupt nicht. Ich stehe dafür nicht jeden Tag auf dem Trainingsplatz, spiele deswegen nicht Tennis. Ich spiele Tennis, weil ich es liebe", sagte der Spanier zu der Jagd nach dem Grand-Slam-Rekord von Federer.

Der Weg zu Titel Nummer 19 war ein großer Kampf, der Russe Daniil Medwedew hatte es Nadal beim 7:5, 6:3, 5:7, 4:6, 6:4 in einem hochklassigen und dramatischen Finale nicht einfach gemacht. Dass der 33-Jährige dennoch gewann zeigt: noch immer hält die Dominanz von Nadal, Federer und Novak Djokovic an, die am Ende der letzten zwölf Grand-Slam-Turniere die Siege unter sich aufgeteilt haben.

Bei den Frauen hingegen platzte der Traum vom historischen 24. Titel von Serena Williams, weil die erst 19 Jahre alte Bianca Andreescu die Favoritin mit 6:3, 7:5 bezwang und damit weiter für Abwechslung bei den Siegerfotos im Frauentennis sorgte. Beide Endspiele passen also gut in die Entwicklung der beiden Sparten. Aber wie lange halten diese Trends noch an? Wann werden Federer, Nadal und Djokovic bei den Männern abgelöst? Wer ist die nächste Dauersiegerin bei den Frauen? Und wieso denkt man in beiden Fällen gerade nicht mehr an deutsche Tennisspielerinnen und Tennisspieler?

Darüber sprechen Anna Dreher, Milan Pavlovic und Jürgen Schmieder in der neuen Folge von "Und nun zum Sport", einem Podcast der Süddeutschen Zeitung.

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