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Fußball:Ceferin: Fußball kann Rassismus-Problem "nicht allein lösen"

Nyon (dpa) - UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat die Politik um Mithilfe beim Kampf gegen Rassismus aufgefordert.

"Fußballverbände allein können dieses Problem nicht lösen. Auch Regierungen müssen in diesem Bereich mehr tun", erklärte der Chef der Europäischen Fußball-Union in einem Schreiben.

Umgekehrt forderte er auch: "Der Fußball – und das gilt für Administratoren, Spieler, Trainer und Fans gleichermaßen – muss mit Regierungsvertretern und Nicht-Regierungsorganisationen zusammenarbeiten, um entschieden gegen Rassisten vorzugehen und zu einer gesellschaftlichen Ächtung dieser entsetzlichen Ansichten beizutragen." In der englischen Version war sogar vom "Krieg gegen die Rassisten" die Rede.

Am 14. Oktober hatte es in der EM-Qualifikation Eklats durch Hitler-Grüße von bulgarischen Fans und eine erneute politische Provokation türkischer Nationalspieler mit einem Militär-Salut gegeben. "Es ist noch nicht allzu lange her, dass der Fußball dachte, Rassismus sei nur noch eine weit entfernte Erinnerung", schrieb Ceferin: "Die letzten Jahre haben uns aber gelehrt, dass ein solches Denken bestenfalls zu einer gewissen Selbstzufriedenheit geführt hat." Die UEFA tue "alles in ihrer Macht Stehende dafür, dieses Übel aus dem Fußball zu verbannen."