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SZ Espresso:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

Boeing 737 MAX in Renton, Washington

Maschinen des Typs Boeing 737 Max müssen weltweit am Boden bleiben.

(Foto: REUTERS)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Der Tag kompakt

Boeing deaktivierte wichtiges Warnsystem. Ursprünglich warnte beim Modell Boeing 737 Max ein Signal die Piloten, wenn die beiden Sensoren, die den Anstellwinkel zwischen dem Flügel und der anströmenden Luft messen, voneinander abweichende Daten lieferten. Dass das Warnsystem nur noch gegen Aufpreis erhältlich war, erfuhren Unternehmen wie Southwest Airlines wohl erst nach dem Absturz einer Lion Air-Maschine in Indonesien. Von Jens Flottau

Kramp-Karrenbauer bittet CDU zu Sonderklausur. Offiziell geht es um das Arbeitsprogramm der Partei für das zweite Halbjahr 2019 und die Konsequenzen aus der Steuerschätzung. Die Einladung löste in Berlin wegen des Zeitpunkts jedoch Spekulationen über weitere Gründe aus - die Klausur findet nur wenige Tage nach der Europawahl statt. Von Robert Roßmann

Zwei "Reichsbürger" als Polizisten entlassen. Bayerns Polizei entzieht zwei Männern den Beamtenstatus. Wer das Gedankengut der sogenannten Reichsbürger teile, habe dort nichts zu suchen, sagt Innenminister Herrmann. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit der Bewegung 18 Disziplinarverfahren gegen Polizeibeamte eingeleitet, heißt es. Von Johann Osel

FPÖ-Politiker fordern Rauswurf von ORF-Moderator. Armin Wolf hatte den FPÖ-Spitzenkandidaten bei der Europawahl, Harald Vilimsky, durch den Vergleich eines Cartoons der steirischen FPÖ-Jugend mit einer antisemitischen Zeichnung aus dem Stürmer herausgefordert. Die FPÖ fühlt sich dadurch provoziert, berichtet Peter Münch. Für die Rechtspopulisten gibt es kaum mehr Grenzen, kommentiert Leila Al-Serori.

Deutschlands Chefaufseher verdienen so viel wie noch nie. In den vergangenen 13 Jahren ist die Vergütung der Aufsichtsratschefs um mehr als vier Prozent pro Jahr gestiegen. Doch mit durchschnittlich 424 000 Euro verdienten die Dax-Chefaufseher 2018 weniger als halb so viel wie der Durchschnitt der Aufsichtsratschefs im europäischen Aktienindex Stoxx. Von Jan Willmroth

Bundesregierung will Exportverbot für unsortierten Plastikmüll. Deutschland schließt sich damit Norwegen an: Das Land will per Umweltabkommen verhindern, dass verunreinigter Kunststoffabfall in Nicht-OECD-Länder gelangt. Von Vivien Timmler

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Deeskalation liegt nicht in Putins Interesse. Russlands Präsident will russische Pässe an Ostukrainer verteilen. Eine Provokation für den frisch gewählten ukrainischen Präsidenten Selenskij. Es steckt aber noch mehr dahinter. Kommentar von Silke Bigalke

Bayers Niedergang ist atemberaubend. Vorstands- und Aufsichtsratschef sollten auf das berechtigte Misstrauen der Anteilseigner reagieren und Platz für eine neue Führung machen. Bleiben sie einfach, schadet das der ganzen deutschen Wirtschaft. Kommentar von Caspar Busse

Fragwürdige Verflechtungen. Ein kleiner Zirkel von Agrarlobbyisten bestimmt mit, was bei uns auf den Tisch kommt. Ganz vorn dabei: der Bauernverband sowie CDU- und CSU-Politiker. Von Markus Balser, Tatjana Mischke, Uwe Ritzer und Valentin Thurn

SZ-Leser diskutieren​

FPÖ fordert Rauswurf von ORF-Moderator Armin Wolf - ein Angriff auf die Pressefreiheit? Das sei "System und Methode, um die Grundpfeiler der Demokratie zu schwächen", glaubt Josef Gwinner. "Viel Fantasie braucht man nicht, um zu erahnen, wohin das führen wird, wenn man diese Entwicklung weiter unterschätzt." Monikamm207 findet: "Jeder Journalist, jeder Redakteur, jeder Moderator muss die Freiheit haben, kritisch, auch provokativ, zu berichten, zu fragen und zu kommentieren." Das Recht auf Meinungsfreiheit, speziell Presse- und Medienfreiheit, dürfe nicht durch Drohungen oder Versuche der Einflussnahme behindert werden, mahnt sie. Diskutieren Sie mit.