Donald TrumpDie Russland-Connection

Engen Vertrauten des US-Präsidenten Donald Trump wird vorgeworfen, mit russischer Hilfe die US-Wahl beeinflusst zu haben. Eine Übersicht der zentralen Akteure des Skandals.

Paul Manafort - Berater Trumps während der Präsidentschaftskandidatur

Seit Monaten beschäftigen sich das FBI und Sonderermittler Robert Mueller mit der sogenannten "Russland-Affäre". Dabei geht es im Kern um zwei Vorwürfe. Einigen Mitarbeitern Trumps wird vorgeworfen, während des Wahlkampfes geheime Absprachen mit russischen Diplomaten getroffen zu haben, um den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Der zweite Vorwurf richtet sich gegen Trump selbst: Er und seine Vertrauten könnten durch die Entlassung des FBI-Chefs James Comey die Justiz behindert haben. Denn Comey leitete die Ermittlungen gegen Trumps Team.

Einer der wichtigsten Akteure der Russland-Connection ist für das FBI Paul Manafort. Gegen ihn werden an diesem Donnerstag und in der folgenden Woche zwei Gerichtsurteile erwartet. US-Sonderermittler Robert Mueller hat für den ehemaligen Wahlkampfberater bis zu 24 Jahre Haft und eine Geldstrafe von 24,3 Millionen Dollar gefordert.

Manafort hatte zunächst mit Mueller kooperiert und sich der Verschwörung gegen die USA und der Zeugenbeeinflussung schuldig bekannt. Im Gegenzug ließen die Ermittler mehrere Anklagepunkte fallen. Das FBI sieht es nun aber als erwiesen an, dass Manafort die Ermittler mehrfach belog. Damit ist der Deal hinfällig.

Manfort war einer der ersten aus Trumps Team, die wegen dubioser Russland-Verbindungen auffielen. Als bekannt wurde, dass der Lobbyist auf illegalem Weg 12,7 Millionen Dollar von der putinnahen ukrainischen "Partei der Regionen" erhielt, trat er von seinem Posten als Trump-Berater zurück. Im März 2017 wurde publik, dass Manafort zuvor als Berater für den russischen Oligarchen Oleg Deripaska gearbeitet hatte. In dieser Funktion hatte er unter anderem einen Strategieplan entworfen, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Amt zu stärken. So sollte unter anderem die Berichterstattung in den USA beeinflusst werden.

Bild: Matt Rourke/AP 15. Juni 2017, 18:292017-06-15 18:29:23 © SZ.de/beah/bkm/mcs/jly