Meldungen zum Coronavirus:Inzidenzwert sinkt auf 65,8

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Am Vortag lag sie bei bei 66,5. Mehr als fünf Milliarden Euro hat die Bundesregierung bislang für Bürgertests ausgegeben. Für die Mehrheit der Bürger endet in dieser Woche die Möglichkeit zum kostenlosen Corona-Test.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 4971 neue Positiv-Tests. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 65,8 von 66,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 88 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 94 297.

Die Ausgaben des Bundes für kostenfreie Corona-Bürgertests belaufen sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf mehr als fünf Milliarden Euro. Bis Mitte September 2021 wurden bereits 5,2 Milliarden Euro über den Gesundheitsfonds abgerechnet, berichtet die Zeitung Rheinische Post aus einer Mitteilung des Ministeriums. (12.10.2021)

Ende der kostenlosen Tests

Für die Mehrheit der Bürger endet in der neuen Woche die Möglichkeit zum kostenlosen Corona-Test. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten vereinbart, dass das vom Bund seit Anfang März finanzierte Angebot für kostenlose "Bürgertests" für alle ohne Symptome enden soll. Da kostenlose Impfungen für alle möglich sind, sei eine dauerhafte Übernahme der Test-Kosten durch die Steuerzahler nicht länger nötig, hieß es zu Begründung.

Es gibt aber auch einige Übergangsregeln. So können Kinder von zwölf bis 17 Jahren und Schwangere noch bis 31. Dezember mindestens einen kostenlosen Test pro Woche machen. Grund ist, dass für sie erst seit kürzerer Zeit eine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorliegt - daher soll noch länger Zeit für eine Impfung bleiben.

Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter zwölf Jahren und Kinder, die erst in den letzten drei Monaten vor dem Test zwölf Jahre alt geworden sind. Gratis bleibt es unter anderem auch für Menschen, die zum Beenden einer Quarantäne wegen einer Corona-Infektion einen Test brauchen. (11.10.2021)

Ende des Lockdowns in Sydney

Die australische Metropole Sydney erwacht aus einem fast viermonatigen Lockdown. Am Montag (Ortszeit) beendet Dominic Perrottet, Premier von New South Wales (NSW), die Maßnahme. "Ich sehe dies als einen Tag der Freiheit", sagt er Reportern. "Wir führen die Nation aus dieser Pandemie heraus - aber es wird eine Herausforderung sein." Perrottet warnt, dass die Zahl der Infektionen nach der Wiedereröffnung ansteigen werde. Nahezu virusfreie Bundesstaaten wie Westaustralien und Queensland befürchten, dass bei dem Versuch in NSW, mit dem Virus zu leben, das Gesundheitssystem überfordert wird. Queensland hält seine Grenze zu NSW weiterhin geschlossen.

Der Lockdown wurde beendet, nachdem in der Vorwoche mehr als 70 Prozent der Bevölkerung ihre zweite Schutzimpfung erhalten hatten. Landesweit liegt die Impfquote in Australien aktuell bei knapp 62 Prozent.

Mit dem Ende des strengen Lockdowns werden auch zahlreiche Einschränkungen aufgehoben. Unter anderem dürfen sich vollständig geimpfte Personen nunmehr in Gruppen von bis zu 30 Menschen treffen. Friseure dürfen wieder Kunden empfangen, allerdings nur unter Einhaltung der Distanzregeln, was auch für Museen, Fitnessstudios oder Kinos gilt. (11.10.2021)

Patientenschützer fordert kostenlose Schnelltests in Altenheimen

Vor dem Wegfall der kostenlosen Corona-Schnelltests vom 11. Oktober an hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz Sonderregelungen für Alten- und Pflegeheime gefordert. Bund und Länder müssten Besuchern dort gebührenfreie Testmöglichkeiten bieten, sagte Vorstand Eugen Brysch. Er begründete seine Forderung damit, dass viele der bundesweit etwa 12 000 stationären Einrichtungen auch von vollständig geimpften Besuchern einen aktuellen und zertifizierten negativen Schnelltest verlangten.

Wenn viele der rund 20 000 Testzentren in Deutschland ihre Arbeit einstellten, sei ein anerkannter Negativnachweis besonders in ländlichen Gebieten schwer zu bekommen, sagte Brysch. "Manchmal 20 Kilometer Anfahrtsweg sind für Angehörige unzumutbar", ergänzte der Patientenschützer. "Das Chaos aus dem letzten Herbst darf sich nicht wiederholen." Damals sei Besuchern der Zutritt zu Alten- und Pflegeheimen untersagt worden, weil sie kein Ergebnis eines Schnelltests vorweisen konnten.

Die Einrichtungen müssten per Verordnung verpflichtet werden, Schnelltests vor Ort anzubieten, forderte Brysch. Die Kosten sollten ihnen von den Krankenkassen oder dem Gesetzgeber zeitnah erstattet werden. Es müsse sichergestellt sein, dass die bundesweit etwa 900 000 Pflegeheimbewohner ungehindert besucht werden könnten. Von diesem Montag an gibt es nach einem Bund-Länder-Beschluss keine kostenlosen Bürgertests mehr - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Dazu zählen unter anderem Kinder und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. (10.10.2021)

Länder werben für Impfung von Schülern ab zwölf Jahren

Die Kultusministerkonferenz dringt auf eine Impfung von Erwachsenen und Schülerinnen und Schülern ab zwölf Jahren. "Eine Impfung gegen Corona ist keine Voraussetzung für den Schulbesuch und die Teilnahme am Unterricht, aber sie sorgt für einen längerfristig sicheren Schulbetrieb in Präsenzform", heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss der Kultusminister und -ministerinnen. Deshalb sollten die Impfangebote vor dem Winter wahrgenommen werden.

"Perspektivisch ist auch mit einer Impfmöglichkeit und Impfempfehlung für jüngere Schülerinnen und Schüler zu rechnen", heißt es weiter. Die Corona-Pandemie werde noch eine Weile anhalten. Es sei aber unerlässlich, die Schulen offen zu halten und den Präsenzunterricht dauerhaft zu sichern.

Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Tests an Schulen sind nach Ansicht der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), weiterhin notwendig. "Die Entscheidung ist nicht, jetzt von einem Tag auf den anderen alle Schutzkonzepte fallenzulassen", sagte die brandenburgische Bildungsministerin. Das Robert-Koch-Institut empfehle, an den Masken festzuhalten - anders als die Kinder- und Jugendärzte. "Ich hoffe sehr, dass wir irgendwann diese Maßnahmen nicht mehr brauchen." Das sei aus ihrer Sicht spätestens irgendwann im kommenden Jahr der Fall.

Auch wenn etliche Bundesländer die Maskenpflicht aufgehoben haben, wollen die Kultusminister nur Corona-Infizierte und enge Kontaktpersonen in Quarantäne schicken. Das sei im Interesse eines verlässlichen Präsenzunterrichts in den Schulen nötig, heißt es in dem Beschluss der KMK. "Um die gewonnene Sicherheit für den Schulbetrieb zu erhalten, können die regelmäßigen Testungen für Schülerinnen und Schüler bis auf Weiteres fortgeführt werden", heißt es weiter. (08.10.2021)

Estland und Lettland neue Corona-Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Estland, Lettland und die Ukraine von Sonntag an als Corona-Hochrisikogebiete ein. Auch Brunei und Jemen fallen dann unter diese Kategorie, wie das Robert-Koch-Institut am Freitag mitteilte. Ungeimpfte und Kinder unter zwölf Jahren müssen bei der Rückkehr aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland mindestens fünf Tage lang in Quarantäne. Für Genese und Geimpfte gilt das nicht.

Zugleich werden eine ganze Reihe von Staaten und Regionen nicht mehr so eingestuft: Aserbaidschan, die französischen Überseegebiete Französisch-Polynesien, Guadeloupe, Martinique, Saint-Barthélemy und Saint-Martin sowie Indonesien, Kasachstan, Kolumbien und in Norwegen die Provinzen Oslo und Viken. Damit entfallen alle Quarantäneregeln für Einreisende aus dieser Region.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage. (08.10.2021)

Booster-Impfung für Menschen über 70 Jahren und Menschen in Pflegeheimen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Corona-Auffrischungsimpfung für alle Menschen, die 70 Jahre oder älter sind. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor, der jetzt in das sogenannte Stellungnahmeverfahren gegangen ist. Auch rät die Stiko zu einer solchen Booster-Impfung nun allen Bewohnerinnen und Bewohner von Altenheimen sowie dem Pflegepersonal und anderen Mitarbeitern, die direkten Kontakt zu Betreuten in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen haben. Gleiches gelte für das Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt.

Die Auffrischimpfung soll frühestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen, und zwar unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde - so die Empfehlung der Stiko. Für sie soll dann ein mRNA-Impfstoff verwendet werden. Personen, die einmal mit dem Präparat von Johnson & Johnson geimpft worden seien, soll zudem eine zusätzliche mRNA-Impfdosis angeboten werden - ab vier Wochen nach der Impfung. Hintergrund sei, dass bei diesem Vakzin die meisten Infektionen von Geimpften beobachtet worden seien.

Generell schützten die Vakzine zwar effektiv und anhaltend, ließ die Stiko wissen, in einem höheren Alter falle die Immunantwort nach der Impfung aber insgesamt geringer aus und Infektionen Geimpfter könnten häufiger auch zu einem schweren Krankheitsverlauf führen. (07.10.2021)

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Paar während eines Sonnenuntergangs am Strand

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