CDU-Chefin und Kanzlerin – Christian Wulff: Der Fehlgriff

War erst niedersächsischer Ministerpräsident und galt als Widersacher Angela Merkels. Wurde dann von der Kanzlerin ins Amt des Bundespräsidenten weggelobt, nachdem sein Vorgänger Horst Köhler zurückgetreten war. Spitzte die Debatte um die Integration von Muslimen zu, indem er sagte, der "Islam gehört zu Deutschland".

Ein früherer Hauskauf brachte ihn Ende 2011 in Erklärungsnot, nachdem bekannt wurde, dass er den niedersächsischen Landtag im Zusammenhang mit der Finanzierung seines Hauses in Großburgwedel falsch informiert hatte. Aus der Kreditaffäre wurde eine Medienaffäre, als er Bild-Chefredakteur Kai Diekmann wütend auf die Mailbox sprach. Im Februar 2012 trat er zurück, weil die Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen gegen ihn aufgenommen hatte. Das Landgericht Hannover sprach ihn später von allen Vorwürfen frei.

Heute wieder als Rechtsanwalt tätig und politisch aktiv in seiner Heimat Osnabrück.

(kbb)

Bild: Getty Images 14. Oktober 2014, 10:302014-10-14 10:30:02 © SZ.de/kler/pamu/pamu