Münsing und Seeshaupt:Notverbund fürs Trinkwasser

Münsing und Seeshaupt: Seeshaupt soll künftig in Notfällen von der gegenüberliegenden Seeseite aus Münsing mit Trinkwasser versorgt werden - und umgekehrt.

Seeshaupt soll künftig in Notfällen von der gegenüberliegenden Seeseite aus Münsing mit Trinkwasser versorgt werden - und umgekehrt.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Für einen Notverbund in der Wasserversorgung arbeiten Münsing und Seeshaupt künftig landkreisübergreifend zusammen. Die Nachbarkommune Seeshaupt (Landkreis Weilheim-Schongau) muss demnächst den Trinkwasserbrunnen sanieren. Um die Versorgung während der Arbeiten sicherzustellen, brauche die Gemeinde einen Notverbundpartner, so Münsings technischer Bauamtsleiter Josef Limm. Er befürworte es zu kooperieren, da Münsing ja ebenso einmal Hilfe brauchen könne. "Das ist mit vertretbarem Aufwand möglich", so Limm. Der Münsinger Gemeinderat entschied darauf einstimmig, einen Notverbund zu schaffen.

Dafür muss das Trinkwasserversorgungsnetz zwischen St. Heinrich und Seeshaupt verbunden werden. "Federführend bleibt Seeshaupt", so Münsings Bürgermeister Michael Grasl (FW). Die Kommune aus dem Nachbarlandkreis werde auch die Hauptlast der Kosten tragen. Mit einer Gesamtsumme von nahezu einer Million Euro ist laut dem Ingenieurbüro WipflerPlan zu rechnen. Ein Bauentwurf könnte im ersten Quartal 2024 vorliegen. Noch fehlt aber die Detailermittlung. Fördergelder müssen gegengerechnet werden.

Seeshaupt bräuchte nach derzeitigem Stand etwa zehn bis 14 Tage, um den eigenen Trinkwasserbrunnen zu sanieren. In dieser Phase benötigt die Kommune laut Limm im Schnitt etwa 650 Kubikmeter Wasser täglich. Im Notfall ließe sich umgekehrt Wasser nach Münsing einspeisen, allerdings nach Norden nur bis in Höhe Buchscharn. Die Arbeiten würden erst angegangen, wenn Münsing den neuen Hochbehälter in Weidenkam in Betrieb nehme, so Limm.

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