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Allgemeinverfügung:Das sind die verschärften Corona-Regeln im Landkreis Starnberg

Gericht: Attest gegen Maskenpflicht an Schulen nur mit Diagnose

Nicht nur die Schüler von der fünften Klasse an, sondern auch die Grundschüler müssen nun Mund-Nasen-Schutz tragen.

(Foto: dpa)

Von Mittwoch an gelten nun doch die strengeren Vorschriften des Freistaats - zum Beispiel die Maskenpflicht für Grundschüler.

Von David Costanzo und Carolin Fries

Aufgrund einer Panne bei der Datenübermittlung führt das Gesundheitsministerium den Landkreis Starnberg erst seit Dienstagnachmittag als Risikogebiet mit mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Nach Tagen der Verwirrung gelten damit neben den verschärften Corona-Regeln des Landkreises von Mittwoch an auch die strengeren Vorschriften des Freistaats - und zwar mindestens für sechs Tage.

Nach Berechnungen des Landratsamts überschritt Starnberg den Risikowert bereits am Wochenende. Landrat Stefan Frey (CSU) hatte die Vorgaben umgehend verschärft. Maßgebend dafür seien "Praktikabilität und Akzeptanz" gewesen. Seine Allgemeinverfügung gilt seit Montag zunächst für acht Tage bis inklusive kommenden Montag.

Das sind die aktuellen Regelungen für den Landkreis Starnberg:

  • Es besteht eine Maskenpflicht an allen S-Bahnhöfen und ihren Vorplätzen sowie im Bereich des Klosters Andechs einschließlich des dortigen Parkplatzes. Auch in den Asyl-Unterkünften müssen Masken außerhalb der privaten Zimmer getragen werden. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist außerdem für alle Lehrkräfte und das Personal in Kitas, Mittagsbetreuungen und im Hort verpflichtend, ebenso für Hochschüler am Platz.
  • Ein Alkoholverbot gilt in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr auf dem Starnberger Kirchplatz sowie entlang der Seepromenaden in der Kreisstadt (beginnend ab Seepromenade 2 bis einschließlich Bucentaurpark) und in Herrsching (beginnend ab dem Seespitz bis zum Sportplatz an der Rieder Straße). Das nächtliche Alkoholverbot gilt zudem im Bereich des Klosters Andechs einschließlich des Parkplatzes sowie an allen S-Bahnhöfen und ihren Vorplätzen.
  • Kitas und Schulen dürfen mit Erkältungssymptomen ( wie z.B. Fieber, Husten und Schnupfen) nur besucht werden, wenn ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden kann.
  • Patienten und Bewohner in Krankenhäusern, Altenheimen und Pflegeeinrichtungen dürfen nur noch einmal täglich von einer Person aus dem engen Angehörigenkreis während einer festen Zeit besucht werden. Kinder und Jugendliche können auch von beiden Elternteilen besucht werden.

Zudem gilt von Mittwoch an die siebte bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, welche für Regionen mit einem Inzidenzwert von höher 50 zusätzliche Regeln vorgibt:

  • Maximal fünf Personen oder zwei Haushalte bei privaten Feiern oder Kontakten.
  • Es gilt eine Maskenpflicht für Schüler aller Klassen, also auch in Grundschulen, sowie bei Tagungen, Kongressen, in Theatern, Kinos, Sport- und Kulturveranstaltungen.
  • Von 22 Uhr an gilt in der Gastronomie eine Sperrstunde und ein Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen.
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