Fußgängerzone:Bitteres Ende für einen Familienbetrieb

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Fußgängerzone: "Wir machen weiter, aber leider nicht hier": Martin Ringler hat an die Schaufenster seines Imbisses einen mannshohen Brief an seine Stammgäste und Nachbarn geklebt.

"Wir machen weiter, aber leider nicht hier": Martin Ringler hat an die Schaufenster seines Imbisses einen mannshohen Brief an seine Stammgäste und Nachbarn geklebt.

(Foto: Stephan Rumpf)

Der Imbiss "Ringlers Grill" in der Sendlinger Straße ist an den Münchner Mietpreisen gescheitert. Der Fall ist ein Beispiel für die Verdrängung kleiner Geschäfte - und den unerbittlichen Wandel in der Innenstadt.

Von Catherine Hoffmann

Martin Ringler steht in der Tür seines Ladens in der Sendlinger Straße 45. Zehn Jahre lang haben er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier bayerisches Fast Food verkauft, Ochsenfetzensemmel, Schweinsbraten to go, aber auch vegetarische Spezialitäten. Mehr als 200 Mittagessen gingen jeden Tag über die Theke, oft war die Schlange vor der Tür lang. Doch heute ist der Imbiss leer: Handwerker reißen eine Wand ein, der Boden ist voller Schutt und draußen steht ein grüner Container mit der Aufschrift "Abfall zur Verwertung". Am 8. August hat Ringler die Buchstaben seines Namens von der Fassade abgenommen. "Es war ein schwieriger Moment", erzählt der Gastronom, der sich hier einst gemeinsam mit seiner Frau Valerie selbständig gemacht hat.

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