Freizeit in München:Die Blade Night ist zurück

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Freizeit in München: Mit Inlinern durch Münchens Straßen: Bis zu 5000 Teilnehmer erwarten die Veranstalter pro Blade Night.

Mit Inlinern durch Münchens Straßen: Bis zu 5000 Teilnehmer erwarten die Veranstalter pro Blade Night.

(Foto: Florian Peljak/SZ)

Bis September fahren wieder jede Woche bis zu 5000 Menschen auf Rollerblades durch die Stadt. Am Montag ging es durch Neuhausen.

Es wird wieder gerollt auf den Münchner Straßen. Und das, obwohl die Blade Night immer wieder kurz vor dem Aus stand. Trotz Corona, mehreren Haushaltslöchern und einem Betreiberwechsel haben die Veranstalter offenbar ein dauerhaft tragfähiges Konzept gefunden, sodass am Montagabend erstmals wieder gefahren werden konnte: Auf der "Strecke West" ging es von der Theresienwiese aus durch Neuhausen, passiert wurden unter anderem Stiglmaierplatz, Westfriedhof, die Nördliche Auffahrtsallee Richtung Schloss Nymphenburg und die Landsberger Straße.

Die Kolonne aus bis zu 5000 Rollerblade-Enthusiasten rollt bis September an jedem Montag auf einer von vier Routen durch die Stadt rollen. Die Teilnahme ist kostenlos, und anmelden muss man sich auch nicht. Startpunkt ist jeweils die Theresienwiese, von wo aus es von 21 Uhr an nach Milbertshofen, Neuhausen, Sendling und Thalkirchen. Die längste Strecke ist mehr als 23 Kilometer lang.

Christian Reith, Organisator der Blade Night und Vorsitzender von Skate Munich, hat für die Saison nicht nur das Sponsoring abgedeckt, sondern damit auch gleich die Getränkeversorgung der Sportveranstaltung gesichert. Die Brauerei Giesinger Bräu beteiligt sich an der Finanzierung und ist bei den Veranstaltungen mit einem Getränke-Truck vor Ort. Die Kooperation ist für drei Jahre geplant. Zusammen mit der Unterstützung durch die Stadt sei für die nächsten Jahre erst mal genug Geld vorhanden, sagte Reith im März. Und das, obwohl die Veranstaltung dieses Jahr sogar größer wird und an mehr Terminen stattfindet als im vergangenen Jahr. Das Referat für Bildung und Sport finanziert ein etwaiges Defizit mit bis zu 25 000 Euro.

Wer kann mitmachen?

Für Familien gibt es am Pfingstmontag eine eigene, verkürzte Route, denn für Anfänger ist die Blade Night laut Veranstalter eher nicht geeignet. Wenn man teilnimmt, sollte man sicheres Stehen auf den Rollschuhen und das Bremsen beherrschen, sagt Reith. Und er hat noch weitere Tipps: Wer mit Tempo durch die Straßen düsen will, sollte sich am Ende des Zuges positionieren. Vorne, direkt hinter den Polizeiautos, sei die Geschwindigkeit gemächlicher. Bei Unsicherheit im Gefälle könne man sich an die "Blade-Guards" wenden, Ordnerinnen und Ordner auf Rollen, die unter anderem Bremshilfe leisten.

Pro Fahrt werden rund 200 ehrenamtliche Blade-Guards benötigt, sonst kann der Zug nicht starten. Sogar die Sanitäter des Roten Kreuzes sind auf Rollschuhen unterwegs, um kleinere Blessuren zu verarzten. Auch wenn die Finanzierung derzeit gesichert ist, hängt es vom Wetter ab, ob die Touren schlussendlich stattfinden können. Infos dazu sind im Internet auf bladenight-muenchen.de zu finden.

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