Mobilität:Im 20-Minuten-Takt außen herum

Mobilität: Drei neue Expressbuslinien werden den Landkreis München künftig besser an die Landeshauptstadt anbinden und effektivere tangentiale Verbindungen schaffen.

Drei neue Expressbuslinien werden den Landkreis München künftig besser an die Landeshauptstadt anbinden und effektivere tangentiale Verbindungen schaffen.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Mit dem Fahrplanwechsel am Wochenende nehmen drei neue Expressbuslinien ihren Betrieb auf, die Orte im Landkreis München auf kürzerem Weg verbinden.

Von Martin Mühlfenzl, Landkreis München

In den Tagen nach dem heftigen Wintereinbruch vor einer Woche hat sich gezeigt, welches Verkehrsmittel auch in Ausnahmesituationen das Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis München bildet: der Bus. Denn während auf den Außenästen der Münchner S-Bahn der Betrieb völlig zusammenbrach, waren die Regionalbusse meist zuverlässig unterwegs. Auch deshalb wird mit dem Fahrplanwechsel an diesem Sonntag, 10. Dezember, das Angebot im Landkreis München noch einmal ausgeweitet.

Mit drei neuen Expressbus-Linien wird einerseits die Verbindung an das Münchner U-Bahn-Netz gestärkt, anderseits die dringend benötigte tangentiale Verbindung im nördlichen Landkreis geschaffen. Die neue Linie X206 verkehrt künftig vom S-Bahnhof Lohhof in Unterschleißheim über den S-Bahnhof Oberschleißheim bis zur U-Bahn-Haltestelle in Feldmoching. Von Montag bis Freitag ist der neue Expressbus von 5 bis 22 Uhr im 20-Minuten-Takt unterwegs, am Samstag startet der Betrieb um 7 Uhr morgens.

Eine direkte Verbindung von Putzbrunn über Ottobrunn und Unterhaching bis zum U-Bahnhof Brudermühlstraße in Sendling sowie der Endhaltestelle Sankt Achaz wird mit dem Expressbus X204 geschaffen. Dieser verkehrt montags bis samstags von 5 Uhr bis 22.30 Uhr ebenfalls im 20-Minuten-Takt. Mit dem X205 geht es vom U-Bahnhof Arabellapark über Unterföhring, Ismaning, den U-Bahnhof Garching bis zur Haltestelle Garching-Forschungszentrum. Mit dieser Linie werden in den Kommunen die wichtigsten Gewerbe- und Forschungsstandorte angefahren, und zwar montags bis freitags von 5 bis 22.30 Uhr alle 20 Minuten und an Samstagen von 7 bis 22.30 Uhr im selben Takt.

Mehrere Busse werden auf Batterieantrieb umgerüstet

Ausweitungen des Takts gibt es im gesamten Landkreis München, aber auch auf zahlreichen Regionalbuslinien. Die neuen Fahrpläne finden sich auf der Homepage des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (www.mvv-auskunft.de). Allerdings weist das Landratsamt München darauf hin, dass auf bestimmten Trassen nach wie vor Ersatzfahrpläne mit ausgedünnten Taktungen gelten. Hintergrund ist der anhaltende Fachkräftemangel im Regionalbusverkehr. Für welche Linien reduzierte Fahrpläne gelten, ist der Homepage des Landkreises (www.landkreis-muenchen.de) im Bereich "Notfallfahrpläne" zu entnehmen.

Der Landkreis richtet mit dem Fahrplanwechsel aber nicht nur neue Buslinien ein, er rüstet vom zweiten Quartal 2024 an auch drei weitere Linien auf klimafreundliche Batterie-Antriebssysteme um. Der Oberhachinger Ortsbus 227 wird wiederum vom kommenden Jahr an mit Brennstoffzellentechnologie, also Wasserstoff, fahren. Verbesserungen wird es mit dem Fahrplanwechsel auch bei der S-Bahn geben. Die S6 über Gräfelfing und Planegg nach Tutzing und die S7 über Pullach nach Wolfratshausen verkehren künftig ganzjährig im 20-Minuten-Takt bis zu den Endhaltestellen.

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