Bundestag:Das alte Parteiensystem hat sich überlebt

Lesezeit: 3 min

Deutscher Bundestag: Der Reichstag in Berlin

Passanten vor dem Bundestag spiegeln sich in einer Pfütze

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Union ist geschrumpft, die SPD wird mit nur 25,7 Prozent stärkste Kraft. Na und? Deutschland holt nach, was in anderen europäischen Staaten längst Normalität ist.

Kommentar von Joachim Käppner

Ironie ist nicht unbedingt ein Wesenszug mancher Sozialdemokraten. Und so tut man dem SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich eher kein Unrecht an mit der Vermutung, dass ihm die bittere Pointe seiner Mahnung an "die kleinen Parteien", sich in den Koalitionsgesprächen nicht wieder so destruktiv aufzuführen wie 2017, gar nicht auffiel. So klein sind die umworbenen Juniorpartner und so groß ist die SPD nämlich längst nicht mehr. So beachtlich deren Wiederauferstehen zweifellos sein mag: Die 25,7 Prozent, die jetzt reichten, um stärkste Kraft im Parlament zu werden, hätten noch in der Ära Gerhard Schröder als episches Desaster gegolten. Bei der klein geschrumpften Union, die sich eben noch als "letzte Volkspartei" gerierte, herrscht nach der ersten Schreckstarre wachsende Wut über den entsetzlich gescheiterten Spitzenkandidaten Armin Laschet.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Körpersprache
Wissen
»Das Entscheidende passiert jenseits der Worte«
Young woman sitting by a beach at sunset in winter; alles liebe
Liebeskummer
"Wir können unseren Herzschmerz abschwächen"
Planetare Grenzen
Wann ist Weltuntergang?
Amber Heard vs. Johnny Depp
Euer Ehren
Feminismus
Gute Feministin, schlechte Feministin
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB