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TV-Serien:Süchtig nach mehr

In "Babylon Berlin" spielt Severija Janušauskaitė (links) eine undurchsichtige Figur des Berliner Nachtlebens der Zwanzigerjahre.

(Foto: Joachim Gern)

Serien sind das neue Kino. Warum bestehen deutsche Sender darauf, weiter nur biedere Polizeikrimis zu zeigen? Über das System der Langeweile und die Frage, ob mit der neuen Serie "Babylon Berlin" endlich alles anders wird.

Der Wille zum Event hat die Serie "Babylon Berlin" vom ersten Tag an ausgezeichnet, und der Abend der Premiere bestätigt die Erwartung nur. Es ist der letzte Donnerstag im September, zwei Wochen noch bis zum TV-Start, und auf dem roten Teppich vor dem Berliner Ensemble knicksen nicht nur viele berühmte deutsche Schauspieler vor den Fotografen, es laufen auch auf: Berlins Bürgermeister Michael Müller, Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Wolfgang Joop, Sandra Maischberger, Rosa von Praunheim, Anke Engelke und sehr viele mächtige Männer aus der ARD. Am Ende wird es Müller sein, der vor dem Eingang noch einmal klarmacht, was das Publikum da gleich zu sehen bekommt: die großartigste deutsche Serie überhaupt. Er vermute, so Müller, "so etwas haben wir wirklich noch nicht gesehen".

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