Weitere Briefe:Geldprobleme bei Lilly Becker und Stadtwerken

Weitere Briefe: Unbeliebt bei vielen, weil sie teils wild abgestellt werden - und obendrein fragwürdige Energiefresser in den Augen mancher Kritiker.

Unbeliebt bei vielen, weil sie teils wild abgestellt werden - und obendrein fragwürdige Energiefresser in den Augen mancher Kritiker.

(Foto: Leonhard Simon)

Ferner der Ärger mit den E-Scootern in der Stadt und Zweifel am Deal zwischen Uni und Café Reitschule. Und alles das aus Lesersicht.

Überflüssige E-Scooter

"Neue feste Plätze für E-Scooter" vom 6. Februar:

Was für ein Unsinn! Kein Mensch braucht diese energiefressenden Roller. Sie sollten verboten werden, siehe Paris. Stattdessen sollen mehr Plätze zur Ablage gebaut werden. Ja, geht's noch? Muss man denn wirklich jeder Idiotie aus Amerika nacheifern? Wenn Energie gespart werden soll, kann man schon beim Bau dieser Geräte anfangen.

Jürgen Borchers, München

Hausgemachtes Rechnungschaos

"Abrechnungschaos kostet Millionen" vom 14. Februar:

Die Stadtwerke beklagen einen hohen Verlust, der dadurch entstanden sei, dass die Stadtwerke nicht wie gewohnt die Abschlagszahlungen bei ihren Kunden hatten abbuchen können: Grund hierfür soll die Bundesregierung gewesen sein, die immer wieder die Regeln für die Gas- und Strompreisbremse modifiziert habe.

Vor circa einem Jahr, hatten die Kunden der Stadtwerke teilweise falsche Rechnungen bekommen, teilweise wurden bei den Kunden keine Abschlagszahlungen seitens der Stadtwerke abgebucht. In einem Artikel der SZ wurde dieser Sachverhalt thematisiert, und ein Sprecher der Stadtwerke musste zugeben, dass die Probleme hausgemacht waren. Andere Energieversorger waren durchaus in der Lage, die Regeln der Bundesregierung rechtzeitig umzusetzen und ihren Kunden rechtzeitig richtige Rechnungen zuzustellen. Mir ist es nicht ersichtlich, warum die Stadtwerke die Abbuchungen nicht weiterbetrieben haben und den Kunden zu einem späteren Zeitpunkt, nach Anpassung der Programme an die neue Situation, eine Korrekturrechnung gestellt haben. Hätten die Stadtwerke ihr gesamtes Vorgehen in einer schriftlichen Mitteilung an die Kunden kommuniziert, wäre dies eine professionelle Vorgehensweise gewesen, und die Kunden hätten sich nicht beklagt. Jetzt der Bundesregierung die Schuld zuzuschieben, passt zwar zum allgemeinen Tenor gegen die Bundesregierung, ist jedoch falsch und nicht seriös.

Rüdiger Eisele, München

Lilly Beckers Geldproblem

"Lilly Beckers Streit ums Geld" vom 15. Februar:

Lilly Becker legt Wert darauf, Geld von knapp einer halben Million Euro geschenkt bekommen zu haben. Eine Schenkung ist innerhalb von drei Monaten beim Finanzamt anzuzeigen. Bei 500 000 Euro ist dies unter Berücksichtigung eines Freibetrags von 20 000 Euro ein Steuerbetrag von 144 000 Euro. Die Vorlage dieser rechtzeitigen Anzeige wäre der beste Beweis ihrer Sicht, dass es keine Darlehen waren. Hat sie die Anzeige aber "vergessen", dann könnte dies das Finanzamt auf die Idee einer Steuerhinterziehung nach § 370 der Abgabenordnung bringen.

Andreas Lesser, München

Rosstäuscherei?

"Gastro ohne Galopp: Was wird aus dem Café Reitschule?" vom 13. Februar:

Vielen Dank für den Artikel über die geschlossene Universitätsreitschule. Endlich hat die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) einen Grund für die Schließung gefunden - daran arbeitet sie schon seit Langem. Frau Haberl ist nicht nur Erbbauberechtigte, sie hat auch ein Vorkaufsrecht. Vorkaufsrecht für ein Grundstück im Englischen Garten mit großartigen gastronomischen Möglichkeiten. Da sind allerdings die Auflagen des Schenkungsvertrages ein extremer Störfaktor. Aber jetzt haben die LMU und Frau Haberl das Tierwohl entdeckt.

Abgesehen davon, dass man das Grundstück und die Reitschule umgestalten könnte, stellt sich die Frage: Tierwohl für welche Pferde? Pony? Warmblut? Kaltblut? Vollblut? Welche Rasse? Andalusier? Holsteiner? Unter diesen hat jedes Pferdeindividuum auch noch seine eigenen Bedürfnisse, eine grüne Wiese gehört nicht unbedingt dazu.

Aber der Begriff "Tierwohl" macht sich immer gut, in diesem Fall wohl als Mäntelchen für finanzielle Interessen.

Brigitte Jacobsen, Steinhöring

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