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Urteil im Wolbergs-Prozess:Der Tag des Zorns

Urteil im Prozess gegen suspendierten Regensburger OB

„Ich habe drei Jahre meines Lebens verloren“, sagte Joachim Wolbergs zu den wartenden Journalisten.

(Foto: Armin Weigel/dpa)

Das Landgericht fällt ein mildes Urteil gegen den angeklagten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und ein vernichtendes gegen die Staatsanwaltschaft. Die Begründung aber klingt widersprüchlich.

Von Andreas Glas und Annette Ramelsberger, Regensburg

Er ist freigesprochen, fast vollständig. Zwei Vorteilsannahmen bleiben übrig - die Annahme von 148 770 Euro Spenden durch den Bauunternehmer Volker Tretzel in den Jahren 2015 und 2016. Und selbst dafür sieht das Gericht von Strafe ab. Und noch mehr: Der Angeklagte Joachim Wolbergs verlässt das Gericht nicht nur ohne jede Strafe, das Gericht gibt geradezu eine Ehrenerklärung für den suspendierten Regensburger Oberbürgermeister ab: Keine einzige pflichtwidrige Diensthandlung habe er vorgenommen. Er sei glaubwürdig. Ihm sei Unrecht angetan worden. Und Richterin Elke Escher zeigt Mitleid: "Er steht vor den Trümmern seines Lebens." Dafür, sagt Escher, eine meist fröhliche Frau, trage die Staatsanwaltschaft die Verantwortung. Ein solcher Mann brauche keine Strafe mehr.

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