Wintersport:Das sind Bayerns Alleskönner-Berge

Wer ins Gebirge fährt, will nicht mehr nur Skifahren - sondern auch Tourengehen, Schlittenfahren und Schneeschuhwandern.

Von Korbinian Eisenberger

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Geigelstein

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Quelle: Korbinian Eisenberger

Der Geigelstein ist eine der schönsten und unberührtesten Ski-, Rodel- und Schneeschuh-Touren im Umkreis von München. Los geht's für alle vom Parkplatz in Sachrang. Schlittenfahrer wählen die gemütliche Variante, für sie endet der Aufstieg nach zwei Stunden mit einem Glühwein in der Priener Hütte. Der ambitioniertere Bergfex geht die knapp vier Stunden bis zum Gipfel des Breitensteins (1661 Meter). Und wer es so richtig wissen will, steigt viereinhalb Stunden hinauf zum Hauptgipfel, der mit seinen 1808 Metern über dem Chiemgau thront. Schön ist, dass auch hier weder Lift noch Gondel stören. Wer einen Gipfel erklimmen will, sollte eine Daunenjacke, eine dicke Mütze und warme Handschuhe im Rucksack haben.

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Winkelmoos

Winterstimmung im Bayerischen Wald

Quelle: dpa

Auf der Winklmoosalm erschließt sich nicht nur eines der größten Skigebiete Bayerns. Hier werden auch Schlittenfahrer, Tourengeher, Langläufer und Wanderer fündig - wobei Schneeschuhe durchaus empfehlenswert sind, weil es glatt werden kann. Vom Parkplatz in Seegatterl führt der Weg vorbei am Campingplatz rauf über Winklmoos bis zur Traunsteiner Hütte. Gestärkt mit Kaiserschmarrn und Zwetschgenröster geht es dann den gleichen Weg bergab. Die Strecke ist für Langläufer konzipiert, aber zum Schlittenfahren mindestens genauso gut geeignet. Verglichen mit der Rodelbahn vom Unternberg ist sie weniger wellig, das macht den Aufstieg rutschiger - dafür aber die Abfahrt umso schöner.

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Kampenwand

Wintersport an der Kampenwand in Oberbayern

Quelle: Korbinian Eisenberger

Die Kampenwand ist ein unterschätzter, fast gemiedener Winter-Berg. Dieser Berg eignet sich fürs Pisteln, Rodeln, Tourengehen und Schneeschuhwandern bestens - für Anfänger und Fortgeschrittene in allen Disziplinen. Und dennoch ist das Massiv in Aschau ein Geheimtipp geblieben. Die wahrscheinlich kleinsten Gondeln Bayerns bringen den Skifahrer rauf ins Skigebiet. Wer selbst geht, erreicht nach 90 Minuten die Gori-Alm, wo Wirt Pauli die wahrscheinlich beste Kaspressknödelsuppe des Alpenvorlands serviert. Eine gute halbe Stunde länger ist der Weg weiter bis zur Steinlingalm. Der Kuchen dort überzeugt restlos und könnte verursachen, dass man wegen der Wampe die Kampenwand irgendwann nicht mehr raufkommt.

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Spitzstein

Längste Rodelstrecke der Alpen in Grindelwald, 2011

Quelle: Stephan Rumpf

Ein echter Klassiker. Der Spitzstein ist eine Tour zum Sonnetanken, ohne Lifte, trotzdem ist man hier deutlich weniger einsam als auf der Kampenwand - zumindest im Winter. Besonders bei Neuschnee ist das Gebiet wegen der flachen Hänge ein beliebtes Ziel für Tourengeher, Splitboarder und Schneeschuh-Geher mit Snowboard auf dem Rücken. Damit man aber von dem unberührten Schnee auch was hat, sollte man so früh los, dass man dem Stau auf der A 8 zuvorkommt. Rodler können hingegen ausschlafen, die Schlittenbahn vom Spitzsteinhaus hinab zum Erler Berg ist nämlich den wenigsten bekannt. Sie liegt größtenteils verborgen im Schatten und ist auch Mittags noch in gutem Zustand. Ideal also für Langschläfer-Familien.

© SZ vom 02.03.2018/vewo
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