Nürnberg:Kirchenobere begrüßen Aus der umstrittenen Praunheim-Ausstellung

Nürnberg: An der Eingangstür zur Nürnberger Kirche St. Egidien wurde zunächst die vorübergehende Schließung der Ausstellung "Jesus liebt" des schwulen Künstlers Rosa von Praunheim bekanntgegeben. Inzwischen wurde die Schau endgültig beendet.

An der Eingangstür zur Nürnberger Kirche St. Egidien wurde zunächst die vorübergehende Schließung der Ausstellung "Jesus liebt" des schwulen Künstlers Rosa von Praunheim bekanntgegeben. Inzwischen wurde die Schau endgültig beendet.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Die Schau "Jesus liebt" mit provokanten Werken Rosa von Praunheims in der Kirche St. Egidien stieß von Beginn an auf Kritik, aber auch auf Hass und Hetze. Jetzt ist sie vorzeitig beendet worden.

Leitende Köpfe der evangelischen Kirche in Bayern begrüßen das vorzeitige Ende der umstrittenen "Jesus liebt"-Ausstellung des schwulen Künstlers Rosa von Praunheim in Nürnberg. Die Nürnberger Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern nannte die Entscheidung der Kulturkirche St. Egidien am Freitag "echt evangelisch". Allen Beteiligten sei bewusst, dass jedwede Entscheidung "irgendeine Gruppe vor den Kopf stoße", teilte der Kirchenkreis Nürnberg mit.

Die Ausstellung zu Liebe, Sex und Homosexualität im Christentum war am 20. Juli eröffnet und nach wenigen Tagen wegen der erregten Reaktionen wieder geschlossen worden, die laut Gemeinde von ernstzunehmender Kritik bis Hass und Hetze reichten. Am Donnerstag beschloss die Egidiengemeinde, die Schau nicht wieder zu öffnen. Die Ausstellung mit provokanten Bildern werde "dem Auftrag der Kirche nicht gerecht", teilte Hann von Weyhern mit. In einer "aufgeheizten Stimmung" könne die Debatte nicht konstruktiv geführt werden.

Der Nürnberger Stadtdekan Jürgen Körnlein erklärte, "in einer Atmosphäre von Wut und Hass" könne die Ausstellung ihr Ziel nicht erreichen. Er plädierte, die evangelische Landeskirche solle ihr Verhalten gegenüber Homosexuellen aufarbeiten.

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