Golddiebstahl:"Manching hätte verhindert werden können"

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Golddiebstahl: Der berühmte Römerschatz im Straubinger Gäubodenmuseum. Auch dort macht man sich Gedanken um die Sicherheit der seltenen Stücke.

Der berühmte Römerschatz im Straubinger Gäubodenmuseum. Auch dort macht man sich Gedanken um die Sicherheit der seltenen Stücke.

(Foto: Fotowerbung Bernhard/Gäubodenmuseum)

Sicherheitsexperten sehen klare Hinweise darauf, dass die Schutzsysteme im Kelten- und Römermuseum nicht gut genug funktionierten - und warnen vor veralteter Technik auch in anderen Museen.

Von Thomas Balbierer, Hans Kratzer und Verena Mayer, Manching

Noch immer fehlt jede Spur von den Tätern, die in der Nacht auf Dienstag ins Manchinger Kelten- und Römermuseum einbrachen, um 483 Goldmünzen zu stehlen. Während die Ermittlungen noch laufen, werden nun Zweifel am Sicherheitskonzept des Museums laut. "Manching hätte verhindert werden können", sagt Norbert Schaaf, Vorsitzender des Bundesverbandes für Sicherheitstechnik (BHE). Dass die Täter innerhalb von nur neun Minuten in das Museum eindringen, Vitrinen zerstören, das Gold plündern und verschwinden konnten, sei ein klarer Hinweis darauf, dass die Sicherungssysteme nicht gut genug funktioniert hätten. "Die Täter waren hochprofessionell - jedenfalls professioneller als der Schutz", sagt Schaaf.

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