Die Elektrifizierung des Autos wird teurer als gedacht. Als Retter in der Not könnten sich Fuhrparks von Unternehmen erweisen.
Es ist ein beliebter Irrtum, beim Stichwort Elektromobilität vor allem an die Antriebstechnik und Speicherbatterien zu denken. Doch der Durchbruch für die Stromer wird nicht von Technik-Revolutionen getrieben - im Gegenteil. Experten für Batteriechemie gehen eher davon aus, dass die anfängliche Euphorie für das lokal abgasfreie Fahren bald in Ernüchterung umschlagen wird.
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"Die Fortschritte bei der Batterie werden schwieriger. Wir wissen, dass man mit herkömmlichen Speichermethoden an Grenzen stößt, die voraussichtlich 15 bis 20 Prozent über dem liegen, was man heute hat", sagt Christian Mohrdieck. Der Leiter Antriebsentwicklung für Elektrofahrzeuge bei Daimler weiß, dass die meisten Kunden ihr bisheriges Stadtauto einfach durch ein E-Mobil ersetzen wollen. Doch so reibungslos wird es nicht gehen.
Die Kosten für ein kompaktes Fahrzeug können sich durch die teuren Traktionsbatterien schnell verdoppeln. Nur die wenigsten der besonders preissensiblen Kleinwagenkäufer werden bereit sein, mehr Geld für weniger Reichweite und Komfort auszugeben. Die meisten E-Mobile dürften also als Zweitwagen in Doppelgaragen neben teuren Familienautos mit konventionellem Antrieb parken.
"Die Interessenten und Kunden sind im Moment in erster Linie die klassischen Trendsetter. Also sehr gut informierte Menschen, die Spaß am Fahren haben und sich die nachhaltige Mobilität auch leisten können. Darunter viele selbständige Unternehmer, Juristen, Professoren und Ärzte", berichtet Chaya Chatterjee, Vorstand der E-Mocom AG. Das Unternehmen hat im Mai dieses Jahres sein erstes Zentrum für Beratung und Verkauf elektrisch betriebener Fahrzeuge in München eröffnet.
Zukunft serienmäßig? Noch weiß niemand, wo im Elektro-Markt Geld verdient wird. Kann die neue Generation des Smart Fortwo Electric Drive Erfolg haben, die ab Frühjahr nächsten Jahres 19.000 Euro plus 60 Euro monatliche Batteriemiete kosten wird? Daimler rechnet immerhin mit fünfstelligen Absatzzahlen - weltweit.
Sicher ist zur Zeit nur, dass die Bundesregierung an ihrem Ziel festhält, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen: "Wir wollen Leitmarkt und zugleich Leitanbieter für Elektromobilität werden", betont Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bei jeder Gelegenheit. Offen ist noch, welche steuerliche Regelung für elektrisch angetriebene Firmenwagen gefunden wird. Und genau hier könnte der eigentliche Startknopf für eine E-Massenmobilität liegen.
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aber ich höre da ein Geräusch. Nun, ja, bekanntermassen äussern sich die Grossen der Branche sehr vage und vorsichtig, pochen weiterhin geräuschvoll auf Ihren Anspruch die "weltbesten" Autos zu bauen. Geben sie zwar - was ist das nur für ein Geräusch - herztausige Erklärungen ab, kommen diesen aber mit den gleichen Floskeln - Speicherung, Akzeptanz der Kundschaft, etc., nicht nach und führen unsere Politlemminge am Nasenring herum. Wir werden dieses Geschwurbel auch noch in 10 Jahren hören, denn nur so lässt sich die überzeugende Kraft neuer Antriebskonzepte ( bitte, kommt mir jetzt nicht mit Hybrid, selbst U-Boote arbeiten bereits mit Brennstoffzellentechnik) ausbremsen (Haha) und wir müssen weiterhin die alten Kamellen kaufen, welche teuer entwickelt wurden und nun auf Jahrzehnte Profit abwerfen müssen. Ah, ja, jetzt kann ich dies Geräusch einordnen - es ist das Schnarchen der unwilligen, -tätigen und unfähigen Mobilebastler!