Verpackungsmüll:Ein Gesetz für die Tonne

Verpackungsmüll: Weil Einwegbecher oft auf dem Boden landen, wollte die Bundesregierung Mehrweg per Gesetz vereinfachen. Klappt das?

Weil Einwegbecher oft auf dem Boden landen, wollte die Bundesregierung Mehrweg per Gesetz vereinfachen. Klappt das?

(Foto: IMAGO/Zoonar)

Seit einem Jahr müssen Gastronomen für Getränke und Speisen zum Mitnehmen einen Mehrwegbehälter anbieten. Aber tun sie das auch? Unterwegs mit einem Beamten, der das Verpackungsgesetz kontrolliert.

Von Tobias Bug

Sven Boomgaarden schaut immer wieder in ratlose Gesichter, das gehört zu seinem Beruf. "Mehrwegbecher?", fragt die Café-Mitarbeiterin, "wir haben hier nur Pappbecher", und hält einen in die Luft. Jeder, der Kaffee zum Mitnehmen anbietet, erklärt Boomgaarden dann gelassen, muss eine Mehrwegalternative anbieten. Ausnahmen gebe es nur für Kleinbetriebe. Davon wisse sie nichts, sagt die Frau hinterm Tresen etwas kleinlaut, aber sie werde ihrem Chef Bescheid geben. Boomgaarden legt seine Visitenkarte auf den Tresen, "Untere Abfallrechtsbehörde Stuttgart" steht darauf, und verlässt freundlich grüßend das Café.

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