:„Bei den Plastiklobbyisten haben wahrscheinlich die Sektkorken geknallt“
Mikroplastik wurde bereits im Gehirn, in der Muttermilch, im Sperma gefunden. Doch Forscher kritisieren, viele Studien seien schlampig gemacht. Das schadet nicht nur der Wissenschaft.
Umwelt
:10 000 Tiere untersucht: Jedes fünfte hatte Plastik im Bauch
Werden an den Strand gespülte tote Tiere seziert, findet sich oft Plastik in ihrem Magen. Erstaunlich kleine Mengen können tödlich sein.
Globales Milliardengeschäft
:Die Methoden der Müllmafia
Der Reporter Alexander Clapp hat sich auf die Spuren des Wohlstandsmülls aus reichen Industriestaaten begeben. Er erzählt eine gruselige Geschichte, die alle Verbraucher kennen sollten.
Abwasser
:Würmer und Bakterien fressen Mikroplastik
Die Störstoffe müssen raus aus dem Abwasser. Ein Klärwerk im Norden Münchens zeigt, wie das geht: mit Mikroorganismen, die bereits seit Millionen von Jahren existieren. Die Ergebnisse des Projekts bei Petershausen sind wichtig für Wissenschaftler und Kommunalpolitiker in ganz Deutschland.
Plastikmüll
:Wie kriegen wir das Plastik aus den Ozeanen?
Ein junger Niederländer will die Meere vom Plastikmüll befreien. Und scheitert. Was ihn nicht davon abhält, es wieder und wieder zu versuchen.
Chemieindustrie
:Covestro steht kurz vor Verkauf an arabischen Gaskonzern
Eine Tochter des arabischen Staatskonzerns Adnoc will den Kunststoffhersteller Covestro für bis zu 16 Milliarden Euro übernehmen. Doch die EU-Kommission befürchtet Nachteile für Konkurrenten der Leverkusener.
Kunststoff
:Plastik-Chemikalien gefährden Gesundheit von Kindern
Chemikalien in Kunststoffen können Kinder krank machen, mit Folgen bis ins Erwachsenenalter. Forscher raten Eltern zu einfachen Schutzmaßnahmen.
Korrekturen
:Kein Nordbad, kein Demokrat
Die Christstollen-Plastikfolie ist doch nicht so teuer, ein Roman anders betitelt und ein früherer US-Präsident doch Republikaner.
Die Welt 2035 – Wie leben wir in zehn Jahren?
:„Die Konkurrenz ums Wasser wird zunehmen“
Trockenheit, Überschwemmungen, Schadstoffe aus Industrie und Landwirtschaft: Der Wasserexperte Dietrich Borchardt erklärt, wie Deutschland in Zukunft mit seinem wichtigsten Lebensmittel umgehen muss.
MeinungPlastik
:Euch geht’s dreckig? Uns doch wurscht
Warum kann sich die Welt nicht einmal auf so etwas Sinnvolles einigen wie das Verringern von Kunststoffen? Weil Gier offenbar immer größer ist als Vernunft.
MeinungÖkologie
:Wer ein Abkommen gegen Plastikmüll will, braucht Ausdauer – und zwar sehr viel
Es ist tragisch, dass auch die sechste Verhandlungsrunde der UN zur Reduzierung schädlicher Kunststoffe ohne Ergebnis blieb. Doch Aufgeben ist keine Option.
Umwelt
:Globales Abkommen gegen Plastikmüll vorerst gescheitert
Rund 180 Länder können sich nach drei Jahren Verhandlungen in der Abschlusswoche in Genf nicht auf einen Vertragstext einigen.
Südostasien
:Der Müll der Reichen
Weil die Länder des Westens ihres Plastikmülls nicht mehr Herr werden, schicken sie viel davon nach Südostasien – legal, aber auch illegal. Das Problem erledigt sich so nicht, es wird noch größer.
Umwelt
:Mikroplastik und Kunststoffe: Wie schädlich sind sie für die Gesundheit?
Kleinste Kunststoffteilchen können in den menschlichen Körper gelangen. Aber was machen die Partikel dort? Die wichtigsten Antworten zu den neuen Verhandlungen über ein globales Plastikabkommen.
UN-Verhandlungen
:Eine Welt im Plastikrausch
Kunststoff in Ozeanen, in Böden, Tieren und Menschen: Die Vereinten Nationen verhandeln in Genf zum sechsten Mal über das Plastikproblem. Doch Industrie und ölproduzierende Länder versuchen, ein wirkungsvolles Abkommen zu blockieren.
Umwelt
:„Wenn wir morgen auf Plastik verzichten würden, wäre unser Leben kein Stück nachhaltiger“
Bis 2050 soll sich die weltweite Plastikproduktion verdoppeln, ein großer Teil dieser Flut dürfte in der Umwelt landen. Also Schluss mit Plastik? Experten haben bessere Vorschläge.
Kunststoff
:Ist Recycling von Plastikmüll nur Ablenkung?
Um die Müllberge schrumpfen zu lassen, sollen Kunststoffe künftig aus Abfällen entstehen. Das klappt bislang aber nur ansatzweise.
Umwelt
:Wurde der größte Teil des Plastiks im Ozean bislang übersehen?
Erstmals vermessen Forscher die Menge kleinster Nanoplastikteilchen im Nordatlantik. Das Ergebnis ist beunruhigend.
SZ Nachhaltigkeitsgipfel
:Folie, die man trinken kann
Der Geschmack ist scheußlich, aber um den geht es auch gar nicht. Camm Solutions stellt biologisch abbaubare Plastikersatzstoffe her. Damit sichert sich das Start-up den Sieg beim Pitch-Wettbewerb des SZ Nachhaltigkeitsgipfels.
ExklusivWirtschaftsstandort
:„Die neue Regierung muss in den ersten hundert Tagen Reformen raushauen, als gäbe es kein Morgen“
Markus Steilemann ist Präsident des Chemieverbands und Chef des Kunststoffherstellers Covestro. Der Manager fordert niedrigere Steuern, warnt vor russischem Gas und verteidigt den Verkauf seiner Firma an arabische Investoren.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
:„Ois ohne“ macht zu
Der 2019 eröffnete Unverpackt-Laden in Bad Tölz muss Ende Juni schließen. Die Gründe sind steigende Kosten, Inflation und geändertes Konsumverhalten.
Umwelt
:Wo die Welt schon etwas besser geworden ist
Klimawandel, Artensterben, Vermüllung: Die Menschheit scheint keine Lösungen zu finden für die großen Probleme der Erde. Doch es gibt sie, sagt ein UN-Bericht. Fünf Beispiele rund um den Globus zeigen bereits, wie es funktionieren kann.
Müll
:Über die hohe Kunst, einen Joghurtbecher zu entsorgen
Nur jeder Zehnte wirft den Joghurtbecher richtig weg. Dietmar Böhm, Prezero-Vorstand, weiß so etwas. Der Recycling-Profi erkennt auch am Abfall, wo wer wohnt. Ein Gespräch über „Fehlwürfe“, Windeln und die Königsdisziplin der Mülltrennung.
SZ MagazinGesundheit
:Kann man sich vor Mikroplastik schützen?
Es ist allgegenwärtig und gelangt schon heute ständig in unsere Körper. Drei Experten erklären, wie gefährlich Mikroplastik ist und wie man die Belastung ein wenig reduzieren kann – vom Wassertrinken über Kosmetik bis zur Wohnungseinrichtung.
Industrie im Chemiedreieck
:Rohbenzin aus Plastikmüll
Ein junges bayerisches Unternehmen hat ein Verfahren zum thermochemischen Recycling von Kunststoffabfällen entwickelt, die mechanisch nicht mehr weiter trennbar wären. In Gendorf bei Burgkirchen soll eine Anlage im industriellen Maßstab entstehen.
USA
:Plastic again!
Donald Trump schreibt den US-Behörden per Dekret vor, Plastikstrohhalme zu verwenden. Wer das für einen Scherz hält, kennt den absolut ernsten Oberbefehlshaber und das von ihm erträumte Land nicht.
Biologie
:Sammelt sich tatsächlich Mikroplastik im Gehirn an?
Eine Studie legt nahe, dass die Menge an Mikroplastik in menschlichen Gehirnen rasch ansteigt. Doch so eindeutig sind die Daten nicht.
Entsorgung von Abfall
:In München ist jeder selbst die Müllabfuhr
Sogar auf kleinen italienischen Inseln werden Plastikmüll oder Glas abgeholt. Doch die Stadtspitze im großen München weiß besser: Müllberge zu Containern zu balancieren, hat einen erzieherischen Effekt.
MeinungMcDonald’s-Urteil
:Wer Verpackungsmüll in Umlauf bringt, muss auch dafür zahlen
Die Tübinger Verpackungsteuer ist ein Vorbild für andere Städte. Sie kann helfen, das Abfallproblem zu lösen und die Kosten dafür fairer zu verteilen.
SZ MagazinGlitzer
:Wie politisch ist Glitzer?
Je düsterer die Zeit, desto mehr Glitzer scheint auf alles gestreut zu werden. Die bunten Plastikteilchen sind so schön wie ärgerlich und manchmal sogar eine Waffe im Kampf für Gleichberechtigung.
Sansibar
:Eine Trauminsel versinkt im Dreck
Immer mehr Touristen kommen nach Sansibar – und mit ihnen der Abfall. Das Ferienparadies vor der Ostküste Afrikas braucht die Einnahmen aus dem Tourismus dringend, doch jetzt droht ein Mülldesaster.
Dax
:Emirater besitzen mehr als 90 Prozent von Covestro
Das Dax-Mitglied wird von einem Staatskonzern aus Abu Dhabi übernommen. Die meisten Aktionäre haben dem Käufer ihre Papiere nun angedient.
MeinungUN-Konferenz
:Den Öl- und Gasländern ist bei Plastik der Profit wichtiger als die Gesundheit
Mit Kunststoff lässt sich viel Geld verdienen, doch der Müll ist ein enormes Problem. An diesen gegensätzlichen Positionen scheiterte jetzt in Südkorea ein Abkommen. Klug wäre, wenn etwa die EU mit gutem Beispiel vorangehen würde.
Müll
:UN scheitern mit Plastikabkommen
Die mehr als 170 Länder können sich in Südkorea nicht darauf einigen, wie die gefährliche Verschmutzung durch Plastikmüll zu bekämpfen ist. Der Widerstand einiger Öl-Länder ist zu groß.
Kunststoffe
:Die gewollte Plastikflut
Erneuerbare Energien bedrohen die Gewinne der Ölkonzerne. Ihre Gegenstrategie lautet oft: mehr Kunststoffe herstellen. Dass die Vereinten Nationen auf ihrer Konferenz in Südkorea damit gescheitert sind, die Plastikproduktion zu begrenzen, bestärkt sie.
UN-Verhandlungen
:Bevor die Welt in Plastik versinkt
Kunststoffreste finden sich im Meer, in der Arktis, in Tieren und auch im Menschen. Die Vereinten Nationen wollen eine Obergrenze für die Plastikproduktion vereinbaren. Doch in den Verhandlungen in Südkorea sitzen mächtige Gegner.
Verhandlungen in Busan
:Wie Lobbyisten versuchen, ein starkes Plastikabkommen zu verhindern
In Südkorea gibt es die Chance auf einen Vertrag, der die Vermüllung des Planeten endlich bremsen könnte. Wären da nicht die Vertreter der Industrie, die Zweifel säen.
Umweltverschmutzung
:Plastikmüll aus dem Meer fischen? Nichts als Augenwischerei!
Das sagt der Meeresbiologe Richard Thompson. Dabei sei es möglich, das globale Abfallproblem zu lösen.
Plastikverschmutzung
:Ein Ablasshandel gegen den Müll
Mit dem Kauf von "Plastic Credits" wollen Firmen helfen, die weltweite Flut an Plastikmüll einzudämmen. Doch wer profitiert davon am meisten? Eine Spurensuche auf Bali und in Berlin.
MeinungPlastikabkommen
:Wenn die Erde nicht im Müll versinken soll, muss es jetzt schnell gehen
Die Staatengemeinschaft trifft sich zum fünften Mal, um über eine Plastikkonvention zu verhandeln. Was es jetzt braucht, sind klare Ziele und gemeinsamer Wille.
Verhandlungen um ein globales Plastikabkommen
:Wie löst die Menschheit ihr Müllproblem?
Eine Studie soll zeigen, wie sich der Plastikmüll global um 91 Prozent reduzieren ließe. Doch die Forscher machen es sich zu einfach.
West-Design im Osten
:Sitze für den Sozialismus
Plastisch und elastisch: Die DDR setzte auf Kunststoffmöbel. Aber Material und Design kamen aus dem Westen. Eisenhüttenstadt zeigt das bisher farbenfroheste Kapitel deutsch-deutscher Geschichte.
Afrika
:Müll für die Welt
Auf einem Markt in Ghana sind Altkleider aus Europa, den USA oder China Fluch und Segen. Zehntausende arbeiten hier, aber „Fast Fashion“, einmal getragen, endet auch in Afrika immer öfter direkt im Müll und versaut als Mikroplastik die Umwelt.
Chemieindustrie
:Araber kaufen erstmals Dax-Konzern
Nach langem Werben einigen sich die Staatsfirma Adnoc aus Abu Dhabi und der Leverkusener Kunststoffhersteller Covestro auf eine Übernahme. Die kostet bis zu 16 Milliarden Euro – und doch wäre sie früher deutlich teurer gewesen.
Frankreich
:Baden und Gutes tun
In Marseille können Touristen Müll im Naturschutzgebiet einsammeln. Zur Belohnung gibt es Münzen unter anderem für kleine Läden, die aus Plastikmüll Schmuck herstellen.
Erdsystemforschung
:Die Erde erhält einen jährlichen Gesundheitscheck
Denn Forscher warnen: Wenn sich nichts ändere, seien bald sieben von neun „planetaren Grenzen“ überschritten. Erstmals zeigen nun Weltkarten, wie es um die Erde bestellt ist.
Capri-Sun
:Das Duell um den Halm
Mit einer Online-Petition will der Safthersteller Capri-Sun die Rückkehr zum Plastik erzwingen. Umweltschützer halten dagegen – und die Frage ist: Wo unterschreiben mehr? Ein Wettlauf mit Unterschriften.
Henkel-Chef Knobel
:„Trump ist unberechenbarer als Harris“
Henkel-Chef Carsten Knobel erklärt, warum der Ausgang der US-Wahl für die deutsche Wirtschaft so entscheidend ist und eine eigene Produktion in den USA hilft, Risiken zu senken.
Thriller über Umweltverschmutzung
:Plastikmüll in unseren Adern
Der Münchner Autor Wolf Harlander erzählt in seinem Thriller „Partikel“ von einer winzigen, allgegenwärtigen Bedrohung unseres modernen Lebens.
Start-up
:Mehr als nur Haare
Seit sie ein Kind war, trägt Cosima Richardson Braids – wie Millionen andere schwarze Frauen auch. Für die Frisuren wird aber Kunsthaar verwendet, das gesundheitsschädlich sein kann. Deshalb hat die 31-Jährige ein Start-up gegründet.