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Fußball - Frankfurt am Main:Baums Weihnachtsversprechen: Uth geht's "ganz gut"

Augsburg
Schalkes Suat Serdar steht mit anderen Spielern auf dem Platz. Foto: Guido Kirchner/dpa (Foto: dpa)

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Augsburg (dpa) - Manuel Baum verließ seine frühere Wirkungsstätte nach einem anstrengenden Arbeitstag mit extremen Gefühlsausschlägen kämpferisch. An allererster Stelle stand für den Schalke-Coach nach dem in der Nachspielzeit verspielten Auswärtssieg bei seinem Ex-Club FC Augsburg aber die Erleichterung, dass sich sein Angreifer Mark Uth bei einem heftigen Zusammenprall mit Gegenspieler Felix Uduokhai doch nicht so schlimm verletzt hatte, wie es die wenigen geschockten Augenzeugen im zuschauerlosen Augsburger Stadion befürchten mussten.

"Das Positive ist, dass es dem Mark gut geht", war Baums wichtigste Botschaft nach einem verbissenen 2:2. Uth selbst veröffentlichte noch am Sonntagabend ein Foto von sich im Krankenbett. Es gehe ihm "ganz gut", schrieb der Ex-Nationalspieler als Kommentar dazu. Der Angreifer erlitt bei seinem heftigen Aufprall mit dem Kopf auf den Rasen eine Gehirnerschütterung. Uth soll die Klinik nach nur einer Nacht zur Beobachtung am Montag wieder verlassen können.

Die Partie hatte nach der schockierenden Szene sogar vor einem Abbruch gestanden. Aber die Schalker Mannschaft wollte auf Befragen von Schiedsrichter Manuel Gräfe weiterspielen. "Wir wollten auf dem Platz für Mark kämpfen", sagte Kapitän Omar Mascarell. Der Plan, für Uth möglichst auch zu siegen, ging dabei nur bis zur 90. Minute auf. Dann köpfte Augsburgs Marco Richter in der Nachspielzeit das 2:2.

Im 27. Anlauf wäre die Endlos-Schleife der Schalker Sieglosigkeit in der Bundesliga nach den Toren von Benito Raman und Nassim Boujellab, die das harte Spiel nach einem Eigentor von Suat Serdar gewendet hatten, beinahe abgerissen. Aber selbst in Überzahl konnte Schalke nach der überzogenen Gelb-Roten Karte für FCA-Torjäger Florian Niederlechner die Führung nicht über die Zeit retten. "Wir müssen bis zur letzten Sekunde alles reinhauen", forderte Baum anschließend.

Der 41-Jährige glaubt nach den extremen Erlebnissen bei seiner ersten Rückkehr nach Augsburg aber weiter an ein Ende der Sieglos-Serie noch 2020. Zwei Chancen gegen Freiburg und Bielefeld gibt es noch. Die Augsburger Arena verließ Baum mit einem Weihnachtsversprechen an die Schalke-Fans: "Wir kommen immer näher ran. Wir werden auf gar keinen Fall aufgeben, sondern in den nächsten zwei Spielen wieder alles reinhauen, was wir haben, sodass wir uns dann mindestens den ersten Dreier unter den Weihnachtsbaum legen."

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