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DFB siegt gegen Österreich:Arnautovic bittet Österreicher um Unterstützung

Zwar verweigerte sich Neuer der Debatte, ob die neue Innenverteidigung mit Per Mertesacker und Jérôme Boateng besser funktioniert habe als die Paarungen zuletzt. Doch offensichtlich ist Mats Hummels vorerst das Opfer der Defensivdebatte. Der Dortmunder fiel aus der Anfangself, Bundestrainer Joachim Löw begründete das später damit, dass Hummels gerade nicht mehr die Sicherheit habe wie in der vergangenen Saison. Dabei folgte die Ausmusterung Hummels einem Löwschen Prinzip: Erstens werden entscheidende Fehler wie der vor dem 0:1 gegen Paraguay zumeist schnell bestraft. Zweitens fremdeln Löw und Hummels weiterhin, die Spielweise des Dortmunders will einfach nicht zu den Vorstellungen des Bundestrainers passen. Auch wenn der beteuert: "Ich bin nach wie vor ein Fan von Mats Hummels."

Fußball-WM Pirouetten und Künstlerpausen Bilder

DFB-Elf in der Einzelkritik

Pirouetten und Künstlerpausen

Philipp Lahm gibt den großen Routinier im 100. Länderspiel und führt eine Pirouette vor, Miroslav Klose zieht mit Gerd Müller gleich und wirkt wie ein Kandidat für Katar 2022. Thomas Müller gönnt sich schöpferische Auszeiten. Die deutsche Mannschaft beim 3:0 gegen Österreich in der Einzelkritik.

Per Mertesacker indessen dürfte sich in München wieder fest in der Mannschaft etabliert haben. Denn auch das folgt einem Löwschen Prinzip: Der Ballgewinn vor dem 2:0 in der gegnerischen Hälfte ist die Leuchtturm-Aktion, an der sich der Bundestrainer nach dem Spiel ergötzte. Diese Art der Vorwärtsverteidigung predigt Löw, wenn sie dann in einem Moment so umgesetzt wird, steigt das Vertrauen in den Ausführenden und die Belohnung wird ein Stammplatz sein.

Im Mittelfeld dürfte sich das Fan-Dasein Löws für Toni Kroos gefestigt haben. Der Münchner zeigte im Offensivspiel wie zuletzt auch beim FC Bayern eine brillante Vorstellung, war immer anspielbar, verlor keinen Ball, zeigte schlaue Pässe wie vor dem 3:0 auf Benedikt Höwedes und erzielte mit einem seiner gefürchteten Fernschüsse das vorentscheidende 2:0. Die Antwort auf die Frage, ob ein Mittelfelddreieck Sami Khedira, Toni Kroos und Mesut Özil für ein entscheidendes WM-Spiel defensiv widerstandsfähig genug ist, gab es gegen Österreich indes nicht. Eine gewisse Schludrigkeit in den Zweikämpfen konnten Özil und Kroos nicht verbergen, die Österreicher aber nicht nutzen, weil sie im Angriff zu schwach besetzt waren.

In diesem Sinne eine fundierte Aussage zur Null-Gegentor-Debatte kam von Thomas Müller: "Nur weil wir mal ein Spiel zu Null gespielt haben, ist die Welt nicht gleich wieder in Ordnung."

Torjäger des DFB

Klose zieht mit Müller gleich

Immerhin haben die Deutschen die WM-Qualifikation praktisch sicher, während die Hoffnung der Österreicher mächtig gedämpft war. Nun müssen sie gegen Irland, in Schweden und auf den Färöer-Inseln (was auch schon mal schiefging) alle Partien gewinnen. Der geknickte Marko Arnautovic bat deshalb die Öffentlichkeit fast rührend um Unterstützung. Es wäre nicht belebend, wenn "nun jeder auf uns draufhackt", sagte er. Er hoffe, dass die Zuschauer die Mannschaft am Dienstag anfeuern werden. "Wir brauchen das jetzt. Bitte!"