Energiepolitik:Werden Ökofonds bald Atomkraftwerke fördern?

Energiepolitik: Das französische Kernkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze: Paris hat darauf gedrängt, dass Atommeiler als grün gelten sollen.

Das französische Kernkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze: Paris hat darauf gedrängt, dass Atommeiler als grün gelten sollen.

(Foto: Christophe Karaba/dpa)

Die EU-Kommission hat ein Gesetz vorgeschlagen, mit dem Kern- und Gaskraftwerke als nachhaltig eingestuft werden können. Umweltgruppen sind entsetzt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem brisanten Entwurf.

Von Björn Finke, Brüssel

Es ist ein Silvesterkracher der besonderen Art: In den letzten Minuten des alten Jahres verschickte die EU-Kommission einen brisanten Gesetzentwurf an Mitgliedstaaten und externe Fachleute. Dem 60-seitigen Vorschlag zufolge sollen Investitionen in Atom- und Gaskraftwerke unter bestimmten Umständen als nachhaltig gelten. Anlegergeld aus Ökofonds könnte dann auch in solche Projekte fließen. Vor allem die Einbeziehung von Kernkraftwerken stieß am Wochenende auf scharfe Kritik von Umweltverbänden und Grünen-Politikern, etwa von Wirtschaftsminister Robert Habeck. Was dieser Rechtsakt für Anleger und die Energiepolitik bedeutet:

Zur SZ-Startseite

SZ PlusAtomkraft
:Mit Volldampf zurück

Während Deutschland aus der Atomkraft aussteigt, bauen Frankreich und die Niederlande neue Reaktoren - als Beitrag zum Klimaschutz. Erlebt die nukleare Stromerzeugung gerade eine globale Renaissance? Teil 1 der SZ-Serie.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: