SZ Espresso: Das Wochenende kompakt Parlamentswahl in Frankreich, Parteitag der Grünen, Waldbrände in Portugal

Emmanuel Macron gibt in Le Touquet seine Stimme ab.

(Foto: REUTERS)

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Von Tobias Dirr

Das Wochenende kompakt

Niedrige Wahlbeteiligung bei Parlamentswahl in Frankreich ab. Bis Sonntagnachmittag gaben nur 35,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab. Einer jüngsten Umfrage zufolge dürfte Präsident Macrons La République en Marche zusammen mit der verbündeten Zentrumspartei MoDem vor einem deutlichen Sieg stehen, berichtet Leo Klimm. Die letzten Wahllokale schließen um 20 Uhr. Die Bilder des Wahltags

Grüne verabschieden Wahlprogramm. Die Partei fordert unter anderem den Ausstieg aus der Kohleenergie bis 2030, keine Neuzulassungen für Diesel und Benziner ab 2030 und die Ehe für Schwule und Lesben. In ihrer Not erinnern sich die Grünen auf dem Parteitag in Berlin an ihre Leidenschaften, kommentiert Stefan Braun.

Irakisches Militär startet Offensive in Mossul. Die Altstadt ist die letzte Hochburg des Islamischen Staates im Irak. Die Dschihadistenmiliz könnte Hunderttausende Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbrauchen. Mit Unterstützung durch die US-Armee aus der Luft hatten irakische Einheiten im Januar schon den Ostteil Mossuls zurückerobert. Mehr dazu

Verheerende Waldbrände wüten in Portugal. Das Feuer war am Samstagnachmittag ausgebrochen. Ursache war nach Polizeiangaben ein Blitzschlag bei einem Gewitter ohne Regen. Mindestens 62 Menschen sind in den Flammen ums Leben gekommen. Zu den Bildern

Angehörige der NSU-Opfer verklagen den Staat. Ihrem Anwalt zufolge stützen sich die Klagen auf die Pannen bei der Fahndung nach dem untergetauchten Trio um die Angeklagte Beate Zschäpe. Außerdem habe die Polizei die Angehörigen zu Unrecht verdächtigt und unter Druck gesetzt. Zu den Einzelheiten

3 aus 48 - Meistempfohlen am Wochenende

Hofreiters Wutrede. Die Grünen wissen nicht mehr, warum sie Grüne sind? Denkste. In einem spektakulären Auftritt macht der Fraktionschef seinem Zorn über die Not der Natur und die Regierung Luft. Der Parteitag jubelt. Von Stefan Braun

Ungleichheit kann auch etwas Gutes sein. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich gehen weltweit zurück - entgegen dem allgemeinen Vorurteil. Und es zeigt sich: Radikale Umverteilung bringt gar nichts. Kommentar von Nikolaus Piper

"Ein Mann wird mit 28 zum Genie erklärt und bleibt das für allezeit." Machen Männer andere Kunst als Frauen? Die Filmemacherin und Autorin Miranda July über den männlichen Blick und die Kleidungsentscheidungen ihres Sohnes. Interview von Christiane Lutz

SZ-Leser diskutieren

Muslime und Terror: Wie viel Distanzierung ist genug? "Genug ist viel bis sehr viel Distanzierung", findet Commercal, "und vor allem glaubwürdige Distanzierung. Wer als organisierte Gruppierung an einer solchen Demonstration nicht teilnimmt, setzt sich dem Verdacht aus, die Inhalte und Ziele derselben nicht zu unterstützen." User postit schreibt: "Diese Denke, eine geringe Beteiligung an der Demo sei ein Zeichen für fehlendes Problembewusstsein, beinhaltet den Vorwurf, Abwesende würden insgeheim Terror zumindest dulden. Das ist Blödsinn und obendrein gefährliche Vereinfachung." Jonas meint, mit der Demo in Köln "wäre es möglich gewesen, die Außenwirkung des Islam positiver zu besetzen." Diskutieren Sie mit uns.