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Sonneborn über die SPD:"Die Partei" kann ja nicht alles machen

Ist Juso-Chef Kevin Kühnert der kommende Mann in der SPD?

Ich hoffe, dass er allen Widrigkeiten zum Trotz seinen Weg geht, wir brauchen Alternativen und dialektische Positionen in der Politik. Kann ja nicht alles "Die Partei" machen.

Eigentlich sind Sie ein erklärter Fan von Martin Schulz. Hat er sich in Ihrer Wahrnehmung seit seinem Übertritt vom EU-Parlament in die deutschen Niederungen verändert?

Ja, in Brüssel war Chulz [so nennt Sonneborn den SPD-Chef, Anm. d. Red.] ein souveräner Chef der sich weder um das Gerede von Politberatern scherte, noch sich im Kampf mit SPD-Strukturen verausgaben musste. Politisch war er mir zu konservativ, aber natürlich sozialer und europafreundlicher eingestellt als Merkel. Bevor er Brüssel verließ, habe ich ihm Koalitionsverhandlungen für 2021 angeboten - da hat er noch herzlich gelacht.

Falls sich die SPD-Basis doch zu einer erneuten Groko entscheidet, welchen Job empfehlen Sie Martin Schulz dann?

Ich würde ihm empfehlen, eine Position als EU-Kommissar auszuhandeln. In der EU-wird er gebraucht. Dafür schieben wir dann den Kommissar für Schlitzaugenbeleidigung Günther Oettinger ab, eine Win-Win-Situation!

© SZ.de/lala/mcs/gba

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