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Regierungsbildung:Für Baden-Württemberg schließt die FDP dagegen eine Ampel aus

Niemand könne damit rechnen, sagte FDP-Chef Lindner, dass der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Grundlinien seiner Politik ändere. Nicht einmal zu Sondierungsgesprächen mit Kretschmann erklärte sich die Landes-FDP bereit. Gemeinsam mit dem CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf strebt sie eine Koalition unter Einschluss der SPD an.

Landtagswahl in Baden-Württemberg Kretschmanns Machtoption heißt Grün-Schwarz
Landtagswahl

Kretschmanns Machtoption heißt Grün-Schwarz

Zwei Tage nach der Wahl deutet alles auf eine Koalition mit der CDU im Südwesten hin. Auch wenn das keine der beiden Parteien so richtig will.   Von Benedikt Peters

Die Sozialdemokraten wollen sich laut Vorstandsbeschluss daran nicht beteiligen. Sie käme einer "Missachtung des Wählerwillens" gleich, sagte der Vorsitzende Nils Schmid; Kretschmann habe den klaren Auftrag zur Regierungsbildung. So scheint nur eine grün-schwarze Koalition möglich zu sein.

In Teilen der CDU herrscht große Skepsis gegenüber Grün-Schwarz

Doch herrscht in Teilen der CDU große Skepsis. Landeschef Thomas Strobl, der als Befürworter einer solchen Koalition gilt, sagte der SZ: "Ein Land wie Baden-Württemberg braucht möglichst bald eine stabile Regierung." Überlegungen, Neuwahlen anzustreben, erteilt er eine Absage: Diese "würden den etablierten Parteien als völliges Versagen ausgelegt". Die CDU würde womöglich noch mehr Stimmen an die Grünen verlieren.

Landagswahl in Baden-Württemberg Vor welchen Herausforderungen der grüne Triumphator steht

Baden-Württemberg

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Selbst Kretschmanns Partei verliert Zehntausende Stimmen an die AfD. Und die Koalitionsverhandlungen könnten sogar hartgesottenen Super-Realos Tränen in die Augen treiben.   Von Josef Kelnberger und Max Hägler

Am Dienstag bestätigte die CDU- Fraktion ihren Chef Guido Wolf im Amt. In Sachsen-Anhalt bahnt sich eine "Kenia-Koalition" unter CDU-Führung an. Die Landesvorstände von SPD und Grünen beschlossen, Gespräche mit der Partei von Ministerpräsident Reiner Haseloff aufzunehmen. Bei der Linken und bei der SPD gab es nach herben Verlusten personelle Konsequenzen. Wulf Gallert, bisher Fraktionschef der Linken, gibt dieses Amt ebenso auf wie Katrin Budde bei der SPD.