Politik kompakt Blutige Kämpfe in Mailand

Zerbrochene Schaufenster, brennende Müllcontainer: Nach dem Mord an einem jungen Ägypter attackieren arabische Einwanderer in Mailand Südamerikaner auf offener Straße. Kurzmeldungen im Überblick

Die Ermordung eines jungen Ägypters hat in der Nacht zum Sonntag zu schweren Ausschreitungen in einem Migranten-Viertel der norditalienischen Stadt Mailand geführt. Wie italienische Medien am Sonntag berichteten, waren der 19-jährige Nordafrikaner und ein Freund am Samstagabend im Bus in eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe Südamerikaner geraten. Sie erstachen den Jugendlichen nach Verlassen des Busses. Über 36 wütende Nordafrikaner setzten daraufhin über Stunden das Viertel im Mailänder Nordosten mit einer Jagd auf Lateinamerikaner in Angst und Schrecken. Medien berichteten von zahlreichen zerschlagenen Schaufenstern, zerstörten Autos und in Brand gesetzten Müllcontainern. Vier Afrikaner wurden festgenommen; der Mörder des jugendlichen Ägypters wurde bisher jedoch nicht gefasst.

In Mailand kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Gruppen von Immigranten.

(Foto: Foto: dpa)

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