SZ am Abend:Nachrichten am 24. Januar 2022

Lesezeit: 3 min

SZ am Abend: Hendrik Wüst (rechts), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, ist derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. Das Bund-Länder-Gespräch fand am Montag per Videokonferenz statt.

Hendrik Wüst (rechts), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, ist derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. Das Bund-Länder-Gespräch fand am Montag per Videokonferenz statt.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Philipp Saul

Coronavirus

Bundesländer rationieren PCR-Tests. Nur noch medizinisches Personal und Hochrisikopatienten sollen bei Engpässen Zugang bekommen. An den geltenden Kontaktbeschränkungen wollen Bund und Länder festhalten. Es sollen aber Öffnungsperspektiven entwickelt werden. Die Länder plädieren für die Vorbereitung auf weitergehende Maßnahmen, falls eine Überlastung des Gesundheitssystems droht. Bei Großveranstaltungen wollen sie für Einheitlichkeit sorgen. In der Fußball-Bundesliga soll es grundsätzlich weiter Geisterspiele geben. Zum Artikel

Steinmeier fordert die "stille Mitte" auf, lauter zu werden. Die Bürgerschaft dürfe zu Hass und Gewalt in Zeiten der Pandemie nicht schweigen, sagt der Bundespräsident, sie müsse "den feindseligen Parolen" etwas entgegensetzen. Zum Artikel

Nachrichten kompakt

Ratzinger korrigiert falsche Aussage und weist Schuld von sich. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. widerspricht seiner eigenen Darstellung in der Stellungnahme zum Münchner Missbrauchsgutachten. Er stellt klar: Als Erzbischof von München und Freising habe er doch an einer entscheidenden Ordinariatssitzung teilgenommen, in der es um die Aufnahme des Priesters Peter H. aus der Diözese Essen ging. Dieser war bereits als Missbrauchstäter aufgefallen, später beging er weitere Übergriffe. Die falsche Darstellung sei "nicht aus böser Absicht heraus geschehen", teilt sein Privatsekretär mit. In der Sitzung sei nicht über einen seelsorgerischen Einsatz des Priesters entschieden worden. Zum Artikel

125 Kirchenmitarbeitende outen sich als queer. Unter ihnen sind Priester, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen, Religionslehrer und Religionslehrerinnen, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der kirchlichen Verwaltung. Sie riskieren mit dem Outing ihren Job. In einem gemeinsamen Manifest fordern sie ein Ende ihrer Diskriminierung. Zum Artikel

Mutmaßlicher Amokläufer erschießt in Heidelberg eine Frau und sich selbst. Während einer Vorlesung in einem Hörsaal der Universität schießt der Mann mit einem Gewehr um sich und verletzt vier Menschen zum Teil schwer. Ein Opfer stirbt. Die Polizei schließt aus, dass es weitere Täter gibt. Zum Artikel

Risse in der Einheitsfront des Westens gegenüber Russland. Die EU will Geschlossenheit demonstrieren, doch damit dürfte es nicht ganz so weit her sein, wie die Überraschung in Brüssel über den jüngsten einsamen Entschluss der USA belegt. Die Vereinigten Staaten wollen Familienangehörige des Personals aus der Botschaft in der Ukraine abziehen. Der EU-Außenbeauftragte warnt davor, die Lage zu "dramatisieren". Zum Artikel

Assange darf im Auslieferungsstreit Berufung einlegen. Seit Monaten kämpfen die USA um die Auslieferung des Wikileaks-Gründers und wollen ihm wegen angeblicher Spionage den Prozess machen. Nun geht der Streit vor dem höchsten britischen Gericht weiter. Assanges Angehörige machen sich Sorgen um sein psychisches und physisches Wohl. Zum Artikel

AfD-Chef Chrupalla will CDU-Mitglied als Kandidat bei Bundespräsidentenwahl. Max Otte könnte womöglich auch gegen AfD-interne Widerstände aufgestellt werden. Der Chef der Werteunion soll seine Bereitschaft signalisiert haben. Vor allem das für AfD-Verhältnisse gemäßigte Lager von Noch-Co-Chef Meuthen läuft nach SZ-Informationen Sturm gegen die Personalie. In Kreisen des Bundesvorstands wird der Vorschlag als "toxische Personalie" beschrieben, die die derzeit ohnehin zerrissene Partei noch tiefer spalten könnte. Zum Artikel

Bund stoppt Förderkredite für energieeffiziente Gebäude. Bauherren bekommen von der KfW von sofort an kein Geld mehr für sparsame Häuser. Die Zuschüsse vom Bund sind ausgeschöpft. Es habe einen "Run" auf das Programm gegeben, seit November seien Anträge in Höhe von mehr als 20 Milliarden Euro Fördervolumen eingegangen. Auch dafür reiche das Geld nicht komplett. Wer bisher noch keine Zusage von der KfW hat, wird warten müssen und im Zweifel leer ausgehen. Wirtschaftsminister Habeck will das ganze System nun neu ordnen. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen des Tages:

Das hat heute viele interessiert

Marco Buschmann, Minister für den Sonnenuntergang. Der FDP-Justizminister lässt erkennen, dass er für eine Impfpflicht ab 50 eintritt. Hendrik Wüst, sein Widerpart von der CDU, gerät auf unsicheres Terrain. Zum Artikel

Warum sich Putin vor Farben fürchtet. Natürlich wünscht sich Wladimir Putin nicht eine dem Westen wirtschaftlich unterlegene Sowjetunion zurück. Und doch: Seit Jahrzehnten erodiert der Einfluss in Russlands Nachbarländern. Es ist diese Entwicklung, die der Kreml rückgängig machen will. Zum Artikel

Ein vollkommen erstaunlicher Film. Matti Geschonneck zeigt die Frühstücksbesprechung zum Genozid an den Juden im ZDF: "Die Wannseekonferenz" ist ein ruhiges, giftreiches, fesselndes Meisterwerk. Zum Artikel

Zu guter Letzt

Der Meister modelliert wieder. Kanye West stylt nun auch seine neue Freundin Julia Fox nach seinen Vorstellungen. Eine Sprache der Liebe, behauptet er. Aber was will uns dieser Double-Denim-Partnerlook sagen, der ausgerechnet an Justin Timberlake und Britney Spears erinnert? Zum Artikel

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