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Der Inselstaat Mauritius ist ein schöner Flecken Erde, aber auch die Heimat eines obskuren Fonds, der im Zentrum neuer Vorwürfe gegen den Dax-Konzern Wirecard steht.

(Foto: Robert Harding/imago images)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Matthias Kohlmaier

Was wichtig war

EXKLUSIV Riesiger Betrugsverdacht bei Wirecard. Wirecard agierte bei seiner Asien-Expansion mit Millionenbeträgen, fragwürdigen Partnern und obskuren Firmenkonstrukten. Hunderte Millionen Euro sind aus dem Unternehmen geflossen. SZ-Autoren über die Frage, wo das Geld geblieben ist. (SZ Plus) Am Mittwoch durchsuchten Staatsanwälte den Wirecard-Konzernsitz bei München und das Haus von Ex-Vorstandschef Braun in Wien. Von Klaus Ott und Nils Wischmeyer

Merkel deutet Ausbau der Frauenquote an. Die Kanzlerin findet den derzeitigen Zustand "nicht vernünftig". In einer Fragestunde im Bundestag kündigt sie zudem die Abschaffung von Werkverträgen in der Fleischerei-Branche an. Die Details

Diesel-Razzia bei Volkswagen und Continental. Im Zusammenhang mit dem Skandal um manipulierte Abgaswerte durchsuchen Ermittler Büros des Autoherstellers und des Zulieferers. Zur Nachricht

Kindesmissbrauch soll deutlich härter bestraft werden. Justizministerin Lambrecht will das Strafgesetz reformieren: Sexueller Missbrauch von Kindern soll mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden können. Von Nina von Hardenberg

Georg Ratzinger ist tot. Ursprünglich wolllte er die letzten Jahre seines Lebens mit seinem Bruder Joseph verbringen, doch dessen Wahl zum Pontifex veränderte auch für ihn vieles. Nun ist er im Alter von 96 Jahren gestorben. Nachruf von Rudolf Neumaier

Lufthansa muss Germanwings-Opferfamilien nicht entschädigen. Es geht um die Hinterbliebenen der 150 Todesopfer, die in der Maschine saßen, die 2015 von einem Co-Piloten gegen einen Berg geflogen wurde. Das Landgericht Essen hält es für möglich, dass der Staat belangbar sein könnte. Zur Meldung

Sané fliegt zum Medizincheck nach München. Nach SZ-Informationen haben sich der FC Bayern und Sané auf einen Wechsel zur kommenden Saison geeinigt. Die Ablöse soll knapp unter der 50-Millionen-Euro-Marke liegen, schreibt Benedikt Warmbrunn. Bereits fix ist der Transfer des 18-jährigen Defensivspielers Kouassi von Paris Saint-Germain.

Coronavirus

Lockerungen für die Einreise aus elf Nicht-EU-Staaten. Das beschließt das Bundeskabinett. In Hamburg sind derweil von Mittwoch an unter Auflagen wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern im Freien und 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen zulässig. Nachrichten aus Deutschland

USA sichern sich die Bestände eines möglichen Corona-Medikaments. Remdesivir war ursprünglich als Behandlung von Ebola-Infektionen vorgesehen. In den USA und in Japan ist es aber mittlerweile für den Gebrauch bei schwer erkrankten Corona-Patienten zugelassen. US-Immunologe Fauci warnt vor 100 000 Neuinfektionen pro Tag. Nachrichten aus aller Welt

VW stoppt Pläne für Türkei-Werk. Hintergrund sei der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruch der globalen Automobilnachfrage, erklärte ein Konzernsprecher. Das Projekt für die Fabrik in Manisa bei Izmir war eigentlich so gut wie beschlossen, hatte aber zuletzt auf Eis gelegen. Nachrichten aus der Wirtschaft

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Umbau des KSK ist mutig und unverzichtbar. Nach neuen rechtsextremen Vorfällen bekommt das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr einen radikalen Neuanfang verordnet. Doch auch die Gesellschaft muss sich fragen, wie sie zur Bundeswehr stehen will. Kommentar von Stefan Braun

Was sich in Schweineställen bald ändern könnte. Läuft alles glatt, dann verabschiedet der Bundesrat noch in dieser Woche schärfere Regeln für die Schweinehaltung. Für so manchen Landwirt dürften das zu einem Kraftakt werden. Von Silvia Liebrich

Das Erbe des Blut-Königs. In Belgien werden Statuen von König Leopold II. abgebaut. Im Kongo hingegen - eine Region, die schwer gelitten hat unter dem Kolonialherrscher - bleibt sein Abbild unbehelligt stehen. Aktuelle Kämpfe um Ressourcen beherrschen das Land. Von Karoline Meta Beisel und Bernd Dörries

SZ-Leser diskutieren​

Wie stehen Sie zur Bundeswehr? "Als einst demokratische und parlamentarische Verteidigungsarmee unbedingt notwendig", schreibt Beteigeuze. "Doch bereits durch parteipolitische Ideologen zum Kriegseinsatz missbraucht und durch unfähige Bundesregierungen sowie Bundesparlamente ruiniert." Tiborthehun plädiert dafür, eine Wehrpflicht wieder einzuführen und eine Euro-Armee zu schaffen. Timka empfiehlt wegen der rechtsextremistischen Strukturen "eine drastische Reform des KSK, wie sie nun von AKK begonnen wurde" sowie "eine komplette Abwicklung (und ggf. Neuauflage) der Einheit". Diskutieren Sie mit.

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