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FC Bayern:Sané fliegt zum Medizincheck nach München

Leroy Sané beim Spiel Manchester City gegen 1899 Hoffenheim

Leroy Sané: Soll die Offensive der Münchner verstärken

(Foto: dpa)

Nach SZ-Informationen haben sich der FC Bayern und Leroy Sané auf einen Wechsel zur kommenden Saison geeinigt. Die Ablöse soll knapp unter der 50-Millionen-Euro-Marke liegen.

Von Benedikt Warmbrunn

Es war kurz vor dem Pokalfinale 2019, dass der FC Bayern erstmals öffentlich sein Interesse an Leroy Sané bestätigte. "Wir beschäftigen uns mit der Personalie", sagte der damalige Präsident Uli Hoeneß Ende Mai 2019. Etwas mehr als 13 Monate später hat sich der Klub mit der Personalie zu Ende beschäftigt: Der 24 Jahre alte Sané wechselt zur kommenden Saison von Manchester City nach München.

Auch nach Informationen der Süddeutschen Zeitung stimmt, was Bild und Guardian am Dienstagabend gemeldet hatten: Der Klub und der Spieler haben sich auf einen Vertrag geeinigt. Laut Bild soll dieser über fünf Jahre laufen, Sané soll knapp unter 20 Millionen Euro verdienen. Die Ablöse, die im Sommer 2019 noch auf einen dreistelligen Millionenbetrag beziffert worden war, soll nun knapp unter der 50-Millionen-Euro-Marke liegen. (Sanés Vertrag in Manchester wäre 2021 ausgelaufen.) Die Bayern selbst haben den Transfer bislang nicht bestätigt.

Noch an diesem Mittwoch fliegt Sané nach SZ-Informationen nach München, um dann am Donnerstag bei den Bayern einen Medizincheck zu absolvieren. Dass der Transfer noch platzen könnte, daran glaubt keiner der Beteiligten: Im vergangenen Jahr hatte der Wechsel nicht geklappt, weil der Flügelstürmer sich im englischen Supercup schon nach wenigen Minuten das Kreuzband gerissen hatte. Die Verletzung aber hat er inzwischen auskuriert. Ende Juni spielte er erstmals in dieser Saison wieder elf Minuten lang in der Premier League.

Sané war für die Offensive der Wunschspieler von Hasan Salihamidzic, der seit diesem Mittwoch als Sportvorstand der Münchner agiert. Der aktuelle Trainer Hansi Flick soll dagegen lange skeptisch gewesen sein, auch er hat sich aber inzwischen mit der Personalie lange genug beschäftigt, um die Vorteile dieses Transfers zu schätzen: Vor wenigen Wochen erst hatte er gesagt, dass er für die Flügel zwar Kingsley Coman, Serge Gnabry sowie den zurzeit ausgeliehenen Ivan Perisic habe, er fügte aber an: "Für große Ziele über eine ganze Saison ist das vielleicht ein bisschen wenig."

Und dass sie große Ziele verfolgen, auch das wollen die Bayern mit dem Transfer von Leroy Sané der gesamteuropäischen Konkurrenz signalisieren.

© SZ.de/ska
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