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Kommunen - Bad Tölz:Ohne Bierflasche: Positive Bilanz für Bootsfahrverordnung

Bad Tölz (dpa/lby) - Laute Musik, Glasflaschen und übermäßiges Zechen sind in diesem Sommer bei Bootsfahrten auf der Isar im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen tabu. Drei Monate nach Inkrafttreten einer entsprechenden Verordnung hat das Landratsamt am Montag eine positive Zwischenbilanz gezogen. Die Besucher, die im Sommer zu Tausenden mit Kanus, Kajaks und Schlauchbooten flussabwärts fahren, seien gesprächsbereit und einsichtig. Ihr Verhalten habe sich geändert.

Elf Isar-Ranger sind seit dem Saisonstart am 1. Juni an den Stellen am Fluss unterwegs, an denen die meisten ihre Boote zu Wasser lassen - und klären über die Verordnung auf. Sie hätten zahlreiche Gespräche geführt und Konflikte meist so lösen können. Nun sollen Verstöße aber konsequent geahndet werden - es drohen Bußgelder.

"Mit der Bootfahrverordnung schützen wir die Isar und wollen die Isar damit so auch für künftige Generationen erhalten, wie sie uns allen lieb und teuer ist", sagte Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler). Von den neuen Regelungen profitierten am Ende auch die Gäste.

An heißen Sommertagen herrscht an dem Fluss Hochbetrieb - die Isar wird zur Partymeile. Nun gilt für Bootsfahrer eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille. Verstärker sind ebenso verboten wie "Bierbeiboote", in denen früher ganze Kästen Bier mitgezogen wurden.

Der Fluss soll heuer bis zum 15. Oktober befahren werden dürfen. Die Verordnung gilt nur für private Bootsfahrten, nicht für gewerbliche Veranstalter. Ob Feierwillige auf die Isar unterhalb des Landkreises ausweichen, ist nicht klar. Keine Probleme gab es den Angaben nach beim Schwimmwestengebot für Kinder und beim Nachtfahrverbot - von 20.30 bis um 7.00 Uhr muss auf dem Fluss Ruhe herrschen.